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Schule vorbei und schon naht der Wunsch nach einem unabhängigen Leben mit eigenem Verdienst und den eigenen vier Wänden. Auszubildende, die sich zu Beginn der Berufsausbildung vom Elternhaus abnabeln, kommen bestenfalls ohne ihre finanzielle Unterstützung zurecht. Wiederum andere geraten mit dem Auszug in die Bredouille plötzlich nicht mehr über die Runden zu kommen. Umso wichtiger ist es, dass sie sich einen Überblick über zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten verschaffen.
Unterschiedlich hohe Ausbildungsvergütungen prägen den Arbeitsalltag

Die Höhe der Ausbildungsvergütung in den jeweiligen Ausbildungsberufen wurde bisher noch nie so unterschiedlich hand gehabt, wie es aktuell zu beobachten ist. Während ein Maurerlehrling in Westdeutschland rund 1.400 Euro Ausbildungsvergütung im dritten Lehrjahr erhält, muss sich eine Auszubildende des Friseurgewerbes mit gerade mal 596 Euro zufriedengeben. Dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zufolge, hat die Unterscheidung zwischen West und Ost noch immer großen Einfluss auf die Höhe der Ausbildungsvergütung. Kann ein angehender Einzelhändler in den alten Bundesländern mit einer monatlichen Ausbildungsvergütung von 733 Euro rechnen, erhält derselbe Auszubildende in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise nur 653 Euro.

Mehrere Faktoren nehmen Einfluss auf die Höhe der Ausbildungsvergütung
Darüber hinaus schlägt sich die Höhe der Ausbildungsvergütung ebenso in den geschlechtsspezifischen Berufen nieder. Aufgrund dieser Tatsache, kann ein Gleisbauer im dritten Lehrjahr auf eine monatliche Vergütung von 1.263 Euro vertrauen, während eine Medizinische Fachangestellte lediglich 790 Euro im Monat bekommt. Als dritten Aspekt für einen solchen Lohnunterschied nennt das Bundesinstitut für Berufsbildung die unterschiedlichen Branchen. Demzufolge sei das Lohnniveau im Handwerk noch immer niedriger als in der Industrie oder im Handel. Dabei führen Experten die unterschiedlich hohen Vergütung auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der verschiedenen Branchen zurück.
Gesetzgeber schreibt keine grundsätzliche Höhe der Ausbildungsvergütung vor
Im Allgemeinen schreibt der Gesetzgeber keine bestimmte Höhe im Rahmen der Ausbildungsvergütung vor. Er setzt lediglich an, dass sie angemessen ausfallen sollte. Im Gegensatz dazu vertritt der Zentralverband des Handwerks eine andere Meinung. In dem Zusammenhang sieht er die Auszahlung einer Ausbildungsvergütung als einzigartige Gegenleistung an. Schließlich erhielte man für die schulische Ausbildung oder das Hochschulstudium auch keinerlei Vergütung. Darüber hinaus leisten die Auszubildenden in den drei Ausbildungsjahren auch keinen nachweislichen Beitrag zur Umsatzsteigerung des Unternehmens.

Möglichkeiten, um die Ausbildungsvergütung aufzubessern
Damit sich Auszubildende trotz niedriger Ausbildungsvergütung nicht von ihrem unabhängigen Leben verabschieden müssen, können sie unterschiedliche Geldquellen ansteuern:
Annahme eines Nebenjobs

Mit dem Bestreben sich etwas dazuverdienen zu wollen, ist nichts nahe liegender als die Annahme eines Nebenjobs. Häufig bieten gerade Betrieb des Baugewerbes ihren Auszubildenden an, gegen Entgelt auch am Wochenende auf der Baustelle tätig zu werden. Jedoch ist diese Art der Anstellung mit einigen Hürden behaftet. Bei Auszubildenden unter 18 Jahren schreibt das Jugendschutzgesetz einen maximalen Beschäftigungszeitraum von fünf Tagen pro Woche vor, sodass ihnen die Samstagsarbeit untersagt wird. Hingegen können über 18-Jährige diese Initiative ergreifen. Sofern der Nebenjob nicht im Ausbildungsbetrieb ausgeübt wird, sollten Auszubildende rechtzeitig Bescheid geben. Im Zuge der Auswahl ist es Auszubildenden untersagt einen Betrieb auszuwählen, der seinem Ausbildungsbetrieb Konkurrenz macht.
Kindergeld
Auszubildenden die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, entsteht ein Anspruch auf Kindergeld. Dabei richtet sich die Höhe nach der Anzahl der Kinder. Während auf das erste und zweite Kind Gelder in Höhe von 184 Euro entfallen, bekommen Drittgeborene 194 Euro und das vierte Kind sogar 219 Euro monatlich. Für den Fall, dass Auszubildende nicht mehr zu Hause leben und das Kindergeld auch nicht an sie weitergegeben wird, können sie eine Direktauszahlung vereinbaren. Hierfür müssen sie lediglich bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit einen Antrag stellen. Dafür muss in der Regel der Nachweis erbracht werden, dass das Kind im Haushalt lebt. Bei über 18-Jährigen verlangen sie meist die Vorlage einer Schul-, Ausbildungs- oder Hochschulbescheinigung.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) sollte frühzeitig beantragt werden
Sofern ein Umzug für die Durchführung der Berufsausbildung unabdingbar erscheint, haben zukünftige Auszubildende Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Dabei bilden das Einkommen der Eltern und der Gesamtbedarf der betrieblichen Ausbildung die Grundlage für ihre Berechnung. Hierbei beläuft sich der Höchstbetrag auf monatlich 584 Euro. Anders als beim Bafög, muss diese Geldleistung nicht zurückgezahlt werden. Hierbei ist es wichtig, dass der Antrag so früh wie möglich gestellt wird. Denn die Leistungen der Berufsausbildungsbeihilfe werden nicht rückwirkend ausgezahlt. Der Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe geht der Bundesagentur für Arbeit zu, die gewöhnlich um Vorlage folgender Dokumente bittet:

Ausbildungsvertrag
Mietvertrag
Nachweise über das Einkommen der Eltern
Bei Heirat: Nachweise über das Einkommen des Ehegatten

Wohngeld wird nicht immer gezahlt

Ferner bietet sich Auszubildenden der Antrag auf Wohngeld, für den Fall, dass Ausbildungsvergütung und Berufsausbildungsbeihilfe nicht zum Leben ausreichen. In der Praxis wird einem solchen Antrag nur selten stattgegeben. Somit haben lediglich jene Azubis Anspruch auf Wohngeld, die außer sich selbst noch weitere Personen wie Kinder versorgen müssen. Für die Berechnung der Wohngeldhöhe wird das jährliche Einkommen aller Haushaltsmitglieder zugrundegelegt. Hierzu zählen sämtliche Einnahmen, wie zum Beispiel Löhne, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das Wohngeld wird in der Regel für die Dauer von zwölf Monaten ausgezahlt. Stellt sich heraus, dass die Wohnsituation auch nach Ablauf von zwölf Monaten unverändert bleibt, kann der Anspruch auf 18 Monate aufgestockt werden.
Bafög
Während Auszubildenden der betrieblichen Ausbildungsform der Anspruch verwehrt wird, können Auszubildende an Berufsfachschulen, diese Finanzmöglichkeit durchaus beziehen. Diese Art der Förderung gibt es für die verschiedensten Ausbildungsbereiche, ob nun kaufmännische, handwerkliche, künstlerische hauswirtschaftliche oder doch sozialpflegerische Berufe. Genauso wie die Berufsausbildungsbeihilfe müssen Auszubildende den Bezug nicht zurückzahlen.

Bildungskredit für alle Auszubildenden ab 18 Jahren
Reißen alle Stricke, können sich Auszubildende auch um die Aufnahme eines Bildungskredits (Kredite im Test) bei dem Bildungsministerium bemühen. Diese Option wird lediglich über 18-jährigen Auszubildenden zuteil. Dabei beläuft sich der Kreditrahmen auf insgesamt 7.200 Euro, die nach der Berufsausbildung zu niedrigen Zinssätzen zurückgezahlt werden müssen. In dem Zusammenhang muss der Ausgelernte einen monatlichen Ratenbetrag von 120 Euro stemmen.
Ausbildungsvergütung nachverhandeln
Zu guter Letzt kann der Auszubildende die Nachverhandlung der Ausbildungsvergütung in Angriff nehmen. Zeigt sich der Arbeitgeber äußerst zufrieden und die Ausbildung dauert bereits eine Weile an, stünde einer möglichen Erhöhung der Ausbildungsvergütung nichts im Wege.
Ausbildungsbetrieb erstattet Fahrtkosten
Auszubildende, die während ihrer Ausbildung sehr viel unterwegs sind und an Orten eingesetzt werden, die so nicht im Vertrag vereinbart wurden, können sich die entstandenen Fahrtkosten vom Ausbildungsbetrieb zurückholen. Nichtsdestotrotz kann es sich empfehlen, den Ausbilder nach einem Fahrtgeldzuschuss zu fragen. In einigen Bundesländern erhalten Auszubildende Fahrtkosten für den Schulweg vom Staat erstattet.

Spartipps für Auszubildende
Auch wenn sämtliche Möglichkeiten zur Aufbesserung der Ausdbildungsvergütung in Angriff genommen wurden, ist es sinnvoll noch einige Tipps zu beherzigen:

Abschluss eines kostenlosen Girokontos (Girokonto im Test)
Spezialtarife für Handy- und Internet (Handyanbieter im Test)
Verbilligter Eintritt durch Vorlage des Schülerausweises
Günstigere Tickets bei öffentlichen Verkehrsmitteln
Spezielle Tarife in der KFZ-Versicherung (KFZ-Versicherung im Test), sofern Eltern dort versichert sind
Rabatte bei Zeitschriften- oder Zeitungsabos
Vermögenswirksame Leistungen

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Fazit
Wer zu Beginn seiner Ausbildung feststellt, dass die Ausbildungsvergütung zum Leben nicht ausreicht, muss nicht zurück ins Elternhaus ziehen. Hierbei sorgen finanzielle Hilfen wie Berufsausbildungsbeihilfe, Wohngeld oder der Bildungskredit für die Erfüllung eines unabhängigen Lebens. Wichtig ist nur, dass die jeweiligen Unterstützungen rechtzeitig beantragt werden.
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Der wöchentliche Einkauf im Drogeriemarkt dürfte seit kurzem für großes Verdutzen sorgen. Neben Kosmetika wie Zahnnpasta und Duschgel hat auch das Tierabwehrspray “Pfeffer-KO Fog” im Regal Platz genommen. Die Einführung begründet die Drogeriemarktkette mit dem immerzu wachsenden Schutzbedürfnis der Bevölkerung. Doch wie sinnvoll und bedenklich ist ihr Besitz eigentlich?
Die Angst geht umher
Die deutschen Waffengeschäfte haben noch nie eine so große Nachfrage nach Waffen vernommen wie jetzt. Großes Begehren wird insbesondere für Schutzmaßnahmen ausgedrückt, die den Besitz eines Waffenscheins nicht erfordern. Darunter zählen beispielsweise Pfefferspray, Abwehrspray CS-Gas und Schreckschusspistolen. Dem Verband deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler zufolge, sei das persönliche Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung gestiegen. Dabei habe diese verstärkte Angst weniger mit den Flüchtlingen zu tun. Vielmehr plagt die Bevölkerung Terrorängste, sodass vermehrt die Frage umhergeht: “Bin ich noch sicher?” Die Anschläge von Paris haben hervorgerufen, dass sich die Menschen nunmehr mit CS-Gas, einem auch für die Abwehr von Angriffen und Überfällen zugelassenes Abwehrgas, eindecken.
Drogeriemarkt dm geht auf Kundenwunsch ein
Weiterhin haben Ereignisse, wie die Kölner Silvesternacht, München, Ansbach und Würzburg dazu geführt, dass derDrogeriemarktkette dm Anfragen bezüglich der Aufnahme eines derartigen Abwehrsprayszugingen. Nach eingehender Prüfung der Kundenanfragen entschloss sich dm schließlich zur Aufnahme des Tierabwehrsprays. Seit dem 23. Juni 2016 ist Tierabwehrspray bundesweit in mehr als 1.800 Drogeriemärkten erhältlich. Und tatsächlich sehen Kunden der Einführung einer solchen Abwehrmöglichkeit positiv entgegen. Beispielsweise berichtet der Drogeriemarkt in Berlin-Mitte, dass sich das Spray insbesondere in den vergangenen Wochen sehr gut verkaufen lasse.

Die Nutzung bedarf eine Sondergenehmigung
Die Hersteller wissen um die beschränkte rechtliche (Rechtsschutzversicherung im Test) Nutzung derartiger Abwehrmittel. In dem Zusammenhang dürfen Pfeffersprays nur bei Vorlage einer Sondergenehmigung zum Einsatz kommen, wie es beispielsweise beim Militär oder der Polizei der Fall ist. Auch wenn das verkäufliche Spray nur zur Tierabwehr gedacht ist, liegt es, bei gegebener Notsituation, im Ermessen des Betroffenen, sich mit geeigneten Mitteln zur Wehr setzen zu können. Dabei müsse der Selbstschutz verhältnismäßig ausfallen, wobei dieser auch mit nicht vorhergesehenen Mitteln, wie einem Pfefferspray erfolgen kann. Jedoch ist diese Art der Nutzung in Deutschland nicht zugelassen.

Unterschied zwischen Reizstoffsprühgeräte und Tierabwehrsprays
Bei den Sprays wird rechtlich zwischen Reizstoffsprühgeräte und Tierabwehrsprays unterschieden. Bei den Reizstoffsprühgeräten wie etwa Tränengas, handelt es sich um Schutzmaßnahmen, die die Angriffs- und Abwehrfähigkeit von Menschen beseitigt und herabsetzt. Diese bedürfen einer entsprechenden Zulassung sowie Kennzeichnung und dürften erst ab Vollendung des 14. Lebensjahres genutzt werden. Weisen Reizstoffsprühgeräte keine derartige Kennzeichnung auf, sind sie dem Bereich verbotene Waffen zuzuordnen. Dementsprechend sind Tierabwehrsprays auch nur für die Abwehr von Tieren (Tierhalterhaftpflicht im Test) vorgesehen. Fehlt der Vermerk Tierabwehr, so wird das Spray als verbotene Waffe eingestuft. Der Polizei zufolge, ist das Tierabwehrspray nicht für den Einsatz gegen Menschen gedacht und auch nicht erlaubt. Nutzt man das Spray dennoch in einer Notsituation  gegen Menschen, müsse ihre Nutzung im Einzelfall untersucht werden.
Einführung löst große Bedenken aus
Der Verband deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler steht dem Verkauf von Tierabwehrsprays in Drogeriemärkten sehr bedenklich gegenüber. Schließlich müssten Nutzer derartiger Sprays im Hinblick auf ihre Verwendung eingehend beraten werden. Sonst tritt der Fall ein, dass man sich gegebenenfalls selbst mit dem Spray einnebelt.
Polizei rät von Bewaffnung ab
Im Großen und Ganzen rät die Polizei von dem Besitz derartiger Sprays ab. Schließlich vermitteln sie ein trügerisches Sicherheitsgefühl und tragen zu einer veränderten persönlichen Wahrnehmung des Besitzers bei. In den Fällen, in denen beispielsweise deeskalierende Maßnahmen, wie ein Wechsel der Straßeseite oder Aufbau von Distanz, ergriffen werden können, provoziert der Besitz eines Sprays eine ungewollt höhere Gewaltstufe.
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Fazit
So hoch das persönliche Sicherheitsbedürfnis mit dem Besitz von Tierabwehrspray sein mag, sollte es nur für die Abwehr gegen Tiere zum Einsatz kommen. Fühlt man sich in seinem persönlichen Sicherheitsraum von einem Menschen bedroht, sollten deeskalierende Maßnahmen, wie der Aufbau von Distanz oder der Wechsel der Straßenseite ergriffen werden.
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Ob nun joggen, wandern oder doch nur ein gemütlicher Spaziergang – der Wald gehört für uns zu den beliebtesten Orten der Freizeitgestaltung. Mit dem Eintritt sommerlicher Temperaturen suchen wir diesen Rückzugsort nicht nur immer öfter auf, sondern machen ebenso die Bekanntschaft mit dessen Plagegeistern, den Zecken. Umso mehr drängt sich die Frage auf, wie man sich gegen derartige Zeckenbisse schützen kann.
Auf Tuchfühlung mit einer Zecke
Experten zufolge verstecken sich Zecken gerne auf hohem Gras, in Gebüschen und im Unterholz. Dahingehend streift man sie in gewissem Maßen von den Pflanzen ab. Befinden sie sich einmal auf dem menschlichen Körper, fangen sie nicht sofort an zu saugen. Stattdessen begeben sie sich auf die Suche nach einer warmen und weichen Hautstelle. Vor diesem Hintergrund sind sie in der Regel unter den Achseln, in den Kniekehlen oder am Haaransatz zu finden.
Zeckenbisse rufen gefährliche Krankheiten hervor

Unserer Angst gilt nicht dem eigentlichen Zeckenbiss. Vielmehr versetzen uns die Folgen und möglichen Krankheiten eines Zeckenbiss in Angst und Schrecken. Somit kann ein Zeckenbiss Krankheiten, wie zum Beispiel Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Myelitis auslösen. Von ihnen geht eine überaus hohe Gefahr aus, da sie mit Viren und Bakterien infiziert sind. Einen vorbeugenden Schutz gibt es nicht gegen alle drei Krankheitsbilder, sodass im schlimmsten Fall Langzeitfolgen wie etwa Lähmungen, Gehirnhautentzündungen und Rückenmarksverletzungen auftreten.
Wie schützt man sich gegen Zeckenbisse?
Damit man gar nicht erst in Berührung mit den unliebsamen Saugern gelangt, ist es sinnvoll sämtliche Körperteile abzudecken. In dem Zusammenhang empfiehlt es sich Waldspaziergänge durch die Natur nur mit langer Hose und geschlossenen Schuhen zu unternehmen. Dieser bestehende Schutz lässt sich auch erhöhen, indem die Hose in die Socken gesteckt wird. Zwar können sich die Zecken auf der Kleidung breit machen, jedoch brauchen sie sehr viel länger, bis sie eine warm weiche Stelle gefunden haben. Somit bleibt dem Wandernden mehr Zeit sich von den Zecken zu befreien.

Kleidung abschütteln nicht vergessen
Weiterhin ist es nach jedem Waldspaziergang ratsam, die getragene Kleidung abzuschütteln. Um wirklich sicherzugehen, dass sich keine Zecke eingenistet hat, sollte die Haut anschließend gründlich untersucht werden. Darüberhinaus empfiehlt es sich ein wirksames Zeckenmittel aufzutragen, damit die Zecken fernbleiben.
Zecke hat zugebissen: was ist zu tun
Sofern die Zecke noch immer auf der Suche nach einer passenden Stelle ist und sich nicht festgebissen hat, kann sie problemlos mit einer Pinzette oder dem wegwischen von der Haut entfernt werden. Hat sie in der Zwischenzeit jedoch ein passendes Plätzchen gefunden und zugestochen, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden. Zur Entfernung können drei Methoden angewandt werden:
Zeckenkarte
Unter Einsatz der sogenannten Zeckenkarte lässt sich die Zecke leicht und unkompliziert entfernen. Mithilfe einer Einkerbung wird die Zecke in der Karte fixiert und aus der Haut geschoben. Dadurch wird die Möglichkeit des Austritts gefährlicher Bakterien reduziert. Nicht größer als eine EC-Karte (Girokonto im Test) kann sie ohne Probleme bei sämtliche Aktivitäten im Freien mitgenommen werden.
Zeckenzangen
Alternativ kann die Zecke auch vorsichtig mit einer Zeckenzange entfernt werden. Hierbei wird sie unter vorsichtigem Drehen entfernt. Im Zuge der Entfernung ist darauf zu achten, dass die Zecke keinesfalls zerquetscht wird.
Im schlimmsten Fall den Arzt aufsuchen
Bei Unsicherheit ob die Zecke ordnungsgemäß entfernt wurde oder Entstehen von Rötungen, sollte der Hausarzt umgehend aufgesucht werden.

Zeckenbisse in der privaten Unfallversicherung
Geht man von der allgemeinen Definition des Begriffs Unfall aus, dürfte der Zeckenbiss als Ursache eigentlich in der privaten Unfallversicherung (Unfallversicherung im Test) erfasst sein. Schließlich ist er

plötzlich
von außen
auf den Körper wirkend und
unfreiwillig

Im Unterschied zu den allseits bekannten körperlichen Einschränkungen eines Unfalls, ruft ein Zeckenbiss lediglich Infektionskrankheiten hervor. Laut den Ausschlusstatbeständen sind eben diese Krankheiten nicht durch die Unfallversicherung gedeckt. Demnach sind Infektionen ausgeschlossen, wenn sie durch Insektenstiche- und bisse oder sonstige Haut- und Schleimhautverletzungen hervorgerufen wurden, durch die Krankheitserreger sofort oder später in den Organismus gelangten. Im Konkreten bedeutet dies, dass für die Folgen eines Zeckenbisses keinerlei Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht.

Erweiterungsklausel sichert Zeckenbiss ab
Jedoch haben einige Versicherer ihren Versicherungsschutz um die Erweiterungsklausel erweitert, sodass auch die Folgen eines Zeckenbisses abgesichert sind. Nichtsdestotrotz ist bei dieser Klausel Vorsicht geboten. Schließlich legen Versicherer ihren Schutz unterschiedlich aus. Somit gibt es Versicherer, die die Krankheit FSME absichern, nicht aber Borreliose. Demgegenüber wird die Definition dieser Klausel von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich ausgelegt. In dem Zusammenhang gibt es Versicherer, die den Ausbruch der Krankheit als Unfallereignis werten, während andere Assekuranzen die Impfungen und ihre Folgeschäden in ihren Versicherungsschutz integrieren.
Von Versicherer zu Versicherer werden die Bedingungen unterschiedlich ausgelegt
Unterschiede lassen sich ebenso in der Gewähr von Versicherungsleistungen beobachten. Dahingehend gibt es Versicherer, die nur Invalidität absichern. Im Gegenzug beinhalten andere Policen Leistungsarten wie zum Beispiel Krankenhaustagegeld und die Unfallrente. Daneben legen einige Versicherungsgesellschaften zeitliche Vorgaben zugrunde, wann das Unfallereginis passiert bzw. gemeldet ist. Wiederum andere legen ihr Hauptaugenmerk darauf, dass der Krankheitsausbruuch innerhalb der Vertragslaufzeit geschehen ist.
Checkliste für die Absicherung eines Zeckenbisses
Damit ein Zeckenbiss innerhalb der Unfallversicherung abgesichert ist, sollte der Versicherungsabschluss bzw. die Durchsicht der bestehenden Versicherungsunterlagen unter Berücksichtigung folgender Fragestellungen vollzogen werden:

Welche Infektionskrankheiten sind abgesichert?
Sind auch Impfungen gegen Infektionskrankheiten im Versicherungsschutz enthalten? Wenn ja, welche?
Welche Versicherungsleistungen werden erbracht?
Welche Fristen müssen eingehalten werden?
Welche Voraussetzungen/Einschränkungen hält die Infektionsklausel bereit?
Welche Personen sind im Versichertenkreis enthalten?
Welche weiteren geringfügigen Verletzungen können noch versichert werden?

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Fazit
Zeckenbisse sollten keinesfalls unterschätzt werden. Denn haben sie erstmal ein warmes, weiches Plätzen auf dem Körper gefunden, richtet ihre Anwesenheit gesundheitliche Schäden an, wie zum Beispiel Frühsommer-Meningoenzephalitis. Damit derartige Krankheitserscheinungen auch abgesichert sind, sollten Versicherungsnehmer beim Abschluss einer Unfallversicherung darauf achten, dass sie die sogenannte Erweiterungsklausel enthält.
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Eigenleistung: So kann beim Hausbau gespart werden

Angesichts der steigenden Grundstückspreise und prekären Lage der Immobilienkreditvergabe, dürfte sich wohl jeder die Frage stellen, ob sich der Traum der eigenen vier Wände jemals verwirklichen lässt. Hierbei bietet sich angehenden Eigenheimbesitzern mit der Vereinbarung von Eigenleistungen eine preisbewusste Möglichkeit, ihren Wunsch vom Traumhaus dennoch zu erfüllen.
Veränderte Anforderungen an das Eigenheim erhöhen den Baupreis
Die Zeiten zur Verwirklichung des eigenen Haustraums schienen noch nie so günstig gewesen zu sein wie jetzt. Gerade die niedrigen Zinsen rücken das bauliche Vorhaben in nun erreichbare Ferne. Mit der steigenden Nachfrage nach Baukrediten (Bausparkassen im Test) steigen gleichzeitig auch die damit verbundenen Grundstückspreise. Da sich mit dem Auftauchen neuer Technologien auch das Verbraucherverhalten ändert, erhöht sich der jeweilige Baupreis um die Installation der angeforderten technischen Ausstattung. Somit kann das Ziel einer guten aber dennoch günstigen Bauweise kaum noch realisiert werden.
Preissteigerungen beim Neubau stehen an der Tagesordnung

Dem statistischen Bundesamt zufolge haben sich die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im November 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent erhöht. Demgegenüber erhöhten sich die Preise für Roharbeiten um 1,1 Prozent, während die Kosten für Ausbauarbeiten um 2,1 Prozent gestiegen sind. Arbeiten, die den Kostensatz des Hausbaus ins Unermessliche steigen lassen sind unter anderem Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen.
Günstiger bauen durch Eigenleistung
Die Kosten im Rahmen zu halten, ist der häufigste Beweggrund, warum sich angehende Eigenheimbesitzer zur Vereinbarung von Eigenleistungen entschließen. Angesichts der finanziellen Belastung, die mit dem Hausbau einhergeht, eigentlich keine schlechte Idee. Mit einer solchen Vereinbarung haben zukünftige Hausherren die Möglichkeit, ihr Eigenheim um einen fünfstelligen Betrag günstiger erwerben zu können. Was meist jedoch außer Acht gelassen wird ist, dass stundenlange Arbeit dahintersteckt, die für Familie und Erholung hätte verwendet werden können.

Rechenbeispiel für den Hausbau mit Eigenleistung
Der Verband privater Bauherren (VPB) reflektiert die damit verbundene Kosteneinsparung am Beispiel eines Reihenhauses mit 140 Quadratmetern. Wer sich für einen Hausbau in München interessiert, kann das Bauvorhaben im Wert von 254.000 Euro um 19.000 Euro reduzieren, wenn in Eigenleistung getreten wird. Hierzu zählt zum Beispiel das eigenständige Tapezieren, Streichen und die Bepflanzung des angrenzenden Gartens. Kosten lassen sich insbesondere bei arbeitsaufwändigen Tätigkeiten wie Wärmedämmung von Dächern, streichen, Boden verlegen und Türen setzen einsparen.
Eigenleistung hat Mehrarbeit zur Folge
Auf den ersten Blick sieht das damit erzielte Ersparnis enorm aus. Bei Durchführung einer entsprechenden Gegenrechnung stecken jedoch 476 Arbeitsstunden an Eigenleistung dahinter. Legt man diese Stundenzahl auf eine Arbeitswoche von 40 Stunden um, müssen Bauherren zusätzlich zu ihrer beruflichen Tätigkeit weitere drei Monate für die Fertigstellung des Eigenheims schuften.
Als Laie dauert die Fertigstellung länger

Ein weiterer Nachteil der Eigenleistung ist, dass man als Laie sehr viel länger für die Ausführung benötigt als ein versierter Handwerker. Wer eine bestimmte Tätigkeit mehrmals ausführt, dem geht sie sehr viel leichter von der Hand, als einer ungelernten Arbeitskraft. Eben der dadurch entstehende Frust verlängert die Dauer der Eigenleistung, sodass das realisierte Ersparnis womöglich geschmälert wird. Schließlich sind Bauherren für den Kauf von Werkzeug und Material verantwortlich und erhalten diese meist nicht zu günstigen Bedingungen und Rabatten wie Handwerker im Fachhandel.
Eigenleistung als Ersatz von Eigenkapital
Betrachtet man die Vereinbarung von Eigenleistung aus dem finanziellen Aspekt, zeigen sich die Banken äußerst kulant. In dem Zusammenhang akzeptieren sie die Eigenleistung als Ersatz von Eigenkapital bis zu einer Summe von 20.000 Euro oder fünf Prozent der Baukosten. Dafür müssen Bauherren der Bank gegenüber keine konkreten Nachweise oder detaillierte Prüfungen vorlegen. Wird hingegen die Anerkennung höherer Summen angefragt, müssen angehende Eigenheimbesitzer umfangreichere Bedingungen erfüllen wie zum Beispiel die Erbringung von Qualifikationsnachweisen der helfenden Hände oder die offizielle Bestätigung des baubegleitenden Architekten. Dabei wird in der Regel eine detaillierte Liste mit Stundennachweisen gefordert.

20 Prozent der Bausumme können als Ersparnis verbucht werden
Zudem setzen die Kreditgeber (Kredite im Test) einen fiktiven Kapitaldienst auf die Eigenleistungen an, der bis zu sechs Prozent der Kreditsumme ausmacht. Der fiktive Kapitaldienst stellt eine Art Sicherheitszuschlag dar, sofern die Eigenleistung doch nicht geleistet wird. Dadurch entsteht ein Nachfinanzierungsbedarf (Baufinanzierung im Test), den der Bauherr auf lange Sicht gesehen auch tragen muss . Können Bauherren jegliche Bonitäts- und Informationserfordernisse der Bank erfüllen, realisieren sie im Idealfall ein Ersparnis von bis zu 50.000 Euro, was ungefähr 20 Prozent der Bausumme ausmacht.

Beispiel zur Berechnung des Finanzierungsbedarfs mit Eigenleistung
Für die Fertigstellung ihres Eigenheims fallen Baukosten in Höhe von 200.000 Euro an, wobei die Bauherren über eine Eigenkapitalhöhe von 10.000 Euro verfügen. Somit liegt der Finanzierungsbedarf bei 190.000 Euro, während die Beleihungsgrenze 95 Prozent beträgt. Darüber hinaus ist der Solltzinssatz für die Dauer von 15 Jahren auf 1,90 Prozent festgelegt, wobei die Tilgung bei zwei Prozent liegt. Summa summarum macht dies eine Zinsbelastung von 43.300 Euro aus. Rechnet man zusätzlich zum vorhandenen Eigenkapital eine Eigenleistung von 10.000 Euro ein, wird letztlich benötigte Finanzierungsbedarf auf 180.000 Euro geschmälert. Dadurch sinkt der Beleihungsauslauf auf 90 Prozent und der Sollzins auf 1,7 Prozent. Somit geht die jeweilige Zinsbelastung um 6.800 Euro zurück und beträgt am Ende lediglich 38.500 Euro.
Gewährleistungsansprüche sind unwirksam
Abgesehen von dem hohen finanziellen und arbeitstechnischem Aufwand birgt die Vereinbarung von Eigenleistung einen weiteren Nachteil. Im Schadensfall können keinerlei Gewährleistungsansprüche wirksam gemacht werden. Selbst wenn diese von Profis ausgeführt wurden. Arbeiten, die in keinster Weise in Eigenregie erfolgen sollten, sind Arbeiten an Strom (Stromanbieter im Test) und Wasser und statikrelevante Tätigkeiten. Ohne fachmännische Kenntnis sollten sie keine Arbeiten ausführen, da sonst Schäden angerichtet werden, die die geplante Einsparung schmälern.
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Fazit
Bauherren, die keine Scheu vor der Mehrarbeit zur Fertigstellung des Eigenheims und den Bankanforderungen haben, können mit der Eigenleistung nicht nur Baukosten schmälern. Vielmehr ermöglicht die Eigenleistung auch eine Verbesserung der Kreditbedingungen . Dies wirkt sich insbesondere auf die Beleihungswerte aus, die zu einem besseren Zinssatz führen.
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Reiseveranstalter pleite: was tun?

Mit der Planung und schlussendlichen Buchung des Sommerurlaubs beschäftigen sich organisierte Urlauber bereits im November des Vorjahres. Glücklich darüber die perfekte Reise gefunden und gebucht zu haben, kann für sie der Sommer gar nicht mehr schnell genug kommen. Dabei erhält ihre Vorfreude einen jähen Dämpfer, wenn sie Nachrichten erreichen, wie die Pleite ihres Reiseveranstalters. Umso eher drängt sie die Frage auf, welche Rechte Urlauber haben und was bei einer bevorstehenden Reise zu beachten ist.
Insolvenz des Reiseveranstalters Unister
Kurz nachdem der Unister Gründer Thomas Wagner und Mitgesellschafter Oliver Schilling am 14. Juli bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien verstarben, meldete das Unternehmen Konkurs an. Die Auswirkungen der Pleite könnten bis zu 14.000 Kunden zu spüren bekommen. Äußerst problematisch gestaltet sich die Situation bei Reisegutscheinen, die vor dem 20. Juli gekauft wurden. Konkret geht es hierbei um die Deals, die auf dem Portal Ab-in-den-Urlaub.de angeboten werden. Aufgrund dieser Tatsache setzte das Tochterunternehmen U-Deals ihre Kunden darüber in Kenntnis, dass gegenwärtig keinerlei Gutscheine eingelöst werden können. In dem Zusammenhang haben sich bereits Fälle ereignet, in denen Hotels Anreisen abgelehnt haben oder eine doppelte Bezahlung des Gutscheins forderten. Diese Missstände haben Unister dazu aufgerufen, dass ihre Reiseportale in Zukunft nur noch als Reisevermittler fungieren.

Der Sicherungsschein sichert die Pleite des Reiseveranstalters ab
Jedes Reiseunternehmen ist dazu verpflichtet, seine Kunden vor den Konsequenzen einer Insolvenz zu schützen. Mit Bekanntgabe der Pleite müssen sie ihren Urlaubern den gezahlten Preis für ausgefallene Reiseleistungen sowie die Kosten der Rückreise erstatten. Für derartige Ereignisse haben die Reiseveranstalter entweder eine Versicherung abgeschlossen oder mit einer Bankbürgschaft vorgesorgt. Der Sicherungsschein gibt Auskunft darüber, dass der Reiseveranstalter im Falle einer Insolvenz versichert ist. Diesen erhalten Reisende in der Regel vor Urlaubsbeginn ausgehändigt. Im Insolvenzfall wenden sich Urlauber an die auf dem Sicherungsschein abgedruckte Adresse.
Nicht jede Reise ist abgesichert
Im Gegensatz dazu bleiben Kurzreisen, die nicht länger als 24 Stunden ohne Übernachtung dauern bzw. einen Preis von 75 Euro nicht übersteigen, von dem Schutz vor Insolvenz verschont. Ebenso wird der Schutz vor Insolvenz auch dann nicht aktiv, wenn es sich bei dem Reiseveranstalter um eine juristische Person des öffentlichen Rechts handelt.
Verfahren bei Insolvenz des Reiseveranstalters
Je nach Zeitpunkt der Insolvenzverkündung müssen Urlauber unterschiedlich vorgehen:
Insolvenz vor Reiseantritt

Meldet der Reiseveranstalter vor Urlaubsantritt Konkurs an, sollte zunächst mit dem Veranstalter Kontakt aufgenommen werden. Im Zuge dessen ist zu hinterfragen, ob die Reise durchgeführt werden kann oder nicht. Gewöhnlich wird in einem derartigen Fall der Geschäftsbetrieb des Reiseveranstalters eingestellt, sodass keine Reise statt finden kann. Jedoch kann der Insolvenzverwalter noch immer entscheiden, dass die abgeschlossenen Reiseverträge fortgeführt werden. Somit bleiben die geschlossenen Reiseverträge gültig und die jeweiligen Rechte und Pflichten weiter bestehen. Fällt die Erbringung bereits gezahlter Reiseleistungen aus, kann der Reisende mithilfe des Sicherungsscheins die Rückzahlung der gezahlten Summe einfordern. Im Gegensatz dazu können mit dem Sicherungsschein keinerlei Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.
Insolvenz während der Reise

Deutlich schlimmer wird es für die Reisenden, wenn die Insolvenz während der Reise eintritt. In einem derartigen Fall sehen zahlreiche Hotels von der weiteren Beherbergung ihrer Gäste ab, sodass die unverzügliche Rückreise angetreten werden muss. Die dadurch entstehenden Kosten müssen zunächst von den Reisenden aus eigener Tasche gezahlt werden. Im Anschluss können sie über den Sicherungsschein zurückgefordert werden. Hierbei werden nicht alle Kosten erstattet, sondern nur die wirklich notwendigen Aufwendungen. Neben den Kosten der Rückreise werden über den Sicherungsschein auch jene Leistungen erstattet, die gar nicht mehr in Anspruch genommen werden konnten.
Insolvenz nach der Reise
Tritt die Insolvenz des Reiseveranstalters nach der Reise ein, haben Urlauber den Reisepreis bereits gezahlt und sämtliche inbegriffenen Reiseleistungen in Anspruch genommen. Hierbei können lediglich Gewährleistungs- und Schadensersatzansprüche geltend gemacht. Jedoch sind diese nicht über den Sicherungsschein versichert. Vielmehr müssen sich Urlauber mit dem jeweiligen Insolvenzverwalter auseinandersetzen und die Forderung zur Insolvenztabelle anmelden.

Ohne Sicherungsschein geht man häufig leer aus
Wurde die Reise ohne Aushändigung des Sicherungsscheins angetreten bzw. bezahlt, gestaltet sich die Rückforderung der ausgefallenen Leistung schwieriger. Es besteht zwar ein Anspruch wegen der nicht erbrachten Reiseleistung. Jedoch wird der Reiseveranstalter nicht die liquiden Mittel haben, um Schadensersatz leisten zu können. Im Gegensatz dazu können sie ihre offene Forderung gegenüber dem Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Nach Abschluss eines langjährigen Insolvenzverfahren können Urlauber auf die Weise zumindest auf einen kleinen Teil der entgangenen Reiseleistung hoffen.
Was wird im Falle einer Insolvenz erstattet?

Meldet der Reiserveranstalter Konkurs werden den Urlaubern grundsätzlich nur der Reisepreis der entgangenen Reiseleistungen und die Kosten der Rückreise erstattet. Sofern sie sich aber dazu entschließen, am Urlaubsort zu verbleiben und erneut für Unterkunft und Verpflegung zu zahlen, können die dadurch entstehenden Kosten versicherungstechnisch nicht geltend gemacht werden. Besteht seitens des Hoteliers die Aufforderung das Hotel zu verlassen und die Unterkunft zu bezahlen, bleibt ihnen keine andere Wahl als zu packen. Neben den entgangenen Reiseleistungen ist der Versicherer auch zur Erstattung einer gleichwertigen Unterkunft bis zum nächstmöglichen Rückreisetermin verpflichtet.
Besonderheiten bei der Urlaubsbuchung im Insolvenzfall
Während Pauschalreisen durch die Aushändigung des Sicherungsscheins im Insolvenzfall abgesichert sind, gestaltet sich bei der Buchung einzelner Position ein ganz anderes Szenario:
Nur Hotel ist gebucht
Sofern aus dem anstehenden Urlaub nur eine Hotelbuchung hervorgeht, ist Ärger bereits vorprogrammiert. Wurde das Hotel nicht kombiniert mit einem Flug gebucht besteht gemäß Verbraucherzentrale keine Insolvenzabsicherungspflicht. Umso wichtiger ist es, nicht alles im Vorfeld zu bezahlen.
Nur Flug ist gebucht

Ein ähnliches Abbild gestaltet sich auch bei der einzelnen Flugbuchung. Hierbei unterliegt die einzelne Buchung eines Flugs auch nicht der Insolvenzabsicherungspflicht.
Gutschein ist gebucht
Für den Fall, dass ein Gutschein über das Konkurs gegangene Unternehmen gebucht wurde, entscheidet der zuständige Insolvenzverwalter über das weitere Vorgehen. In dem Zusamenhang prüft er die Insolvenzmasse und findet heraus, was noch ausgezahlt werden kann. Entscheidet er sich gegen die Auszahlung bereits gebuchter Gutscheine, haben Verbraucher eine geringe Chance ihr Geld zurück zu bekommen.
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Fazit
Der Fall Unister zeigt, wie wichtig es ist, auf die Einzelheiten eines Reisevertrages zu achten. Dahingehend ist es Reisenden zu empfehlen nie eine Pauschalreise ohne zugehörigen Sicherungsschein anzutreten und zu bezahlen. Da keine Insolvenzabsicherungspfklicht besteht, sollten Hotels nie im Voraus bezahlt werden.
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Den Traum der eigenen vier Wände können die wenigsten aus eigener finanzieller Kraft bewerkstelligen. Umso häufiger ziehen sie zur Verwirklichung ihres Haustraums den Abschluss eines Immobilienkredits in Erwägung. Mit der Einführung verschärfter Bedingungen gestaltet sich die Bewilligung eines solchen Kredits alles andere als einfach, sodass sich zukünftige Hausherren auf enorme Veränderungen einstellen müssen.
Kreditantrag hat einen bürokratischen Aufwand zur Folge

Bei der Finanzierung eines Eigenheims müssen sich zukünftige Häuslebauer auf die Bewältigung eines enormen bürokratischen Aufwands gefasst machen. Damit eine Bank beurteilen kann, ob die angefragte Kreditsumme in zehn, 20 oder 30 Jahren zurückzuzahlen ist, müssen interessierte Kreditnehmer Angaben zu folgenden Sachverhalten machen:

berufliche Situation
Vermögen
Zahlungsverpflichtungen
familiäre Situation
Altersvorsorge (Altersvorsorge im Test)

Baukredite günstiger als Ratenkredite
Im Gegensatz zum herkömmlichen Ratenkredit wird der Baukredit mit einer Grundschuld unterlegt und fällt gewöhnlich günstiger aus, als so manch andere Kreditart. Je nach Höhe der jeweiligen Kreditsumme fallen in dem Fall weitaus geringere Zinszahlungen an, als beim Ratenkredit. Im Umkehrschluss zu der beschriebenen Zinsentwicklung haben sich diePreise für Eigentum merklich erhöht.

Wohnimmobilienkreditrichtlinie beeinflusst Vorgehen der Banken
An dieser Wertsteigerung ist die derzeitige Finanzkrise nicht ganz unschuldig. Schließlich haben sich seit Eintreten der Finanzkrise die Anforderungen deutlich geändert, sodass seltener Risiken eingegangen werden. Auslöser dieser bedachten Handlungsweise bildet die am 21. März 2016 beschlossene Wohnimmobilienkreditrichtlinie der EU. Im Unterschied zu anderen Mitgliedsstaaten hat Deutschland diese Vorschrift besonders streng in ihren Gesetzesbüchern verankert. In dem Zusammenhang müssen Banken und Versicherungen genau prüfen, dass der Kunde den nachgefragten Kredit (Kredite im Test) auch innerhalb der Vertragslaufzeit zurückzahlen kann. In dem Zusammenhang spielt die Werthaltigkeit der Immobilie eine untergeordnete Rolle. Stattdessen richtet man das Augenmerk auf Einflussgrößen, die unmittelbare Aussagen zur Liquidität des Kreditnehmers treffen und verraten, wie und ob ein Kredit zurückgezahlt werden kann.
Verkauf von kombinierten Immobilienkrediten ist verboten
Darüber hinaus sieht die Vorschrift ein Koppelungsverbot für den Kreditgeber vor. Abgesehen von Riester- und Bausparverträgen (Riester-Rente im Test) ist es den Banken untersagt, weitere Finanzprodukte im Zusammenschluss mit dem Immobilienkredit an den Mann zu bringen. Wohingegen in Vergangenheit günstige Darlehen mit teureren Versicherungspolicen, wie etwa der Wohngebäudeversicherung (Gebäudeversicherung im Test) oder Lebensversicherung (Lebensversicherung im Test) gekoppelt wurden.
Institutionelles Einschreiten zur Minimierung des Ausfallrisikos

Mit Einführung entsprechender Obergrenzen möchte die Bundesregierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen größeren Handlungsspielraum einräumen. Dadurch soll die BaFin in Zukunft berechtigt dazu sein, Obergrenzen für die Gesamtverschuldung eines Verbrauchers festzulegen. Ein Grund für das Einschreiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht liegt vor allem in der Minimierung des Ausfallrisikos der Banken begründet. Im Gegensatz dazu möchte man die Kreditnehmer vor einer eventuellen Überschuldung schützen. Eigenheiminteressierte, die sich eine Haus kaufen wollen, welches weit über ihren finanziellen Mitteln liegt bzw. der Kaufpreis über dem Marktwert liegt, müssen deutlich höhere Eigenkapitalsummen erbringen.
Sparkasse verzeichnet rückläufige Zahlen bei der Kreditvergabe
Lassen sich noch keine eindeutigen Schlüsse aus der in Kraft getretenen Richtlinie ziehen, werden die Veränderungen dennoch erkennbar. In dem Zusammenhang werfen die Banken einen noch sehr viel kritischeren Blick auf die eingereichten Kreditanträge. Dies führt dazu, dass beispielsweise die Sparkasse bundesweit deutlich weniger Kredite bewilligt, als vor Einführung der Immobilienkreditrichtlinie.

Senioren und Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen haben es schwer
Die seit März geltenden Neuregelungen dürften insbesondere den Personengruppen zu schaffen machen, die der Grundschuld einen höheren Stellenwert beimessen, wie zum Beispiel Senioren oder Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen. Während bei Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen darauf geschaut wird, wie wirtschaftlich sinnvoll die Kreditvergabe ist, richtet man bei Senioren das Augenmerk auf die verbleibende Zeit.Ob der Kredit in der noch verbleibenden Lebenszeit zurückgezahlt werden kann. Im Zuge dessen achten Banken darauf, dass Hausbesitzer ihr Traumhaus behalten können und Situationen, wie Zwangsverkauf die Ausnahme bilden. Schließlich sind Banken an einer ordnungsgemäßen Rückzahlung des Darlehens interessiert.
Banken sind zur Sorgfalt aufgerufen
Darüber hinaus gibt die Richtlinie zukünftigen Kreditnehmern einige Foltermethoden an die Hand. Sofern die Kreditwürdigkeit seitens der Bank nicht umfassend unter die Lupe genommen wurde, haben sie die Möglichkeit zur fristlosen Kündigung des Kredits, ohne Vorfälligkeitsentschädigungen für entgangene Zinsgewinne zahlen zu müssen. Dagegen kann man die Bank ebenso zur Fortführung des Kredits zwingen. Dahingehend kann die Bank bei Zahlungsausfällen keine Ansprüche in Form von Verzugszinsen in Höhe von 1,67 Prozent gelten machen.

Experten sehen der Immobilienkreditrichtlinie positiv entgegen
Unabhängig vom Aufwand, der mit der Richtlinie auf zukünftige Kreditnehmer und Banken zukommen mag, sehen Finanzexperten ihre Etablierung als überaus wichtig. Schließlich sei eine gute Kreditwürdigkeit der Kreditnehmern entscheidend für die Stabilität in der Finanzbranche. Dahingehend möchte die Bundesregierung erneuten Schieflagen entgegenwirken, die womöglich auf dem Rücken der Steuerzahler begradigt werden müssten.
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Fazit
So attraktiv der Kauf des Eigenheims aus Blick der Zinsen sein mag, gestaltet sich die anschließende Kreditvergabe bzw. Bewilligung umso schwieriger. Somit wird ein genauer Blick auf die Kreditwürdigkeit des anfragenden Interessenten geworfen, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
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Allgegenwärtig wird Fahrradklau in ganz großem Stil betrieben. Vermutet man das Fahrrad mithilfe des Schlosses sicher geschützt, dürfte am nächsten Morgen jeder überrascht sein, wie trickreich Fahrraddiebe den Drahtesel entwendet haben. Damit dem geliebten Fahrrad nicht dasselbe Schicksal wiederfährt, sollte eine frühe Absicherung getroffen werden – am besten über den Abschluss einer Fahrradversicherung.
Fahrräder lösen großes Begehren aus

In den Augen sämtlicher Diebe gehört das Fahrrad zu den größten Errungenschaften, die sie derzeit machen können. Kein anderer Gegenstand scheint eine solche Begierde in ihnen auszulösen wie das Fahrrad. Solange das Fahrrad nicht in einem nicht öffentlichen Raum untergebracht ist, bleibt man vor etwaigen Kavaliersdelikten nicht verschont. Allein in Berlin kam es im Jahre 2015 zu 32.244 angezeigten Fahrraddiebstählen. Zum selben Zeitpunkt reduzierte sich die Aufklärungsquote auf 3,9 Prozent.

Kein eindeutiges Täterprofil erstellbar
Den Berliner Kriminalbeamten zufolge kann im Rahmen des Fahrraddiebstahls kein eindeutiges Täterprofil festgelegt werden. Nach Angaben der Ermittler sind rund die Hälfte aller Delikte auf die diebische Tätigkeit von Gelegenheitsdieben, Versicherungsbetrügern und Spontantätern zurückzuführen. 25 Prozent der Diebstähle gehen auf das Konto von Drogenabhängigen, die sich ihre Drogensucht mit dem Verkauf finanzieren. Weitere 25 Prozent der angezeigten Fälle führen auf das raffinierte Vorhaben professioneller Banden zurück. Insbesondere ins Visier organisierter Banden geraten teure Räder.
Der umfassende Versicherungsschutz hat seinen Preis
Eben diese Vorkommnisse zeigen, dass eine ganzheitliche Absicherung des Fahrrads unabdingbar ist. Umso häufiger ziehen Radler die Option in Erwägung, ihren Drahtesel über eine Fahrradversicherung (Fahrradversicherung im Test) abzusichern. Jedoch gestaltet sich ihr Versicherungsabschluss alles andere als günstig. Der Grund für die hohen Versicherungsprämien liegt vor allem in dem hohen Diebstahlrisiko begründet.
Getsurance hat Fahrradversicherungen getestet
Aufgrund ihrer steigenden Bedeutung hat das Versicherungsportal Getsurance einen genauen Blick hinter die unterschiedlichen Fahrradversicherungen geworfen. Die Grundlage des Tests bildete das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Versicherungspolicen. Dabei deckt die Auswertung auf, dass es unter den Anbietern enorme Preisunterschiede gibt. Somit fallen die Versicherungsbeiträge für ein Fahrrad im Wert von 300 Euro recht unterschiedlich aus. Während sich Anbieter wie Krist und Ammerländer von einer Versicherbarkeit freisprechen, sind umso differenzierte Preise bei den anderen Versicherungen zu beobachten. Am günstigsten kommen Radfahrer weg, wenn sie sich für Schutzklick entscheiden. Dort kostet die jährliche Versicherungsprämie 32,95 Euro.
Differenzen schlagen sich im Preis nieder

Etwas teurer wird es bei Enra, die den Versicherungsschutz zu einem jährlichen Beitrag in Höhe von 103,72 Euro gewährt. Im Gegensatz dazu kostet die Versicherung beim Anbieter Wertgarantie einen jährlichen Beitrag von 72,00 Euro. Den teuersten Versicherungsschutz schließen Kunden beim Versicherer Assona, der seinen Versicherungsschutz zu einem stattlichen Preis von jährlich 118,80 Euro anbietet. Nicht anders sieht es auch bei der Absicherung eines Fahrrads im Wert von 1500 Euro aus. Hierfür verlangt Enra einen jährlichen Beitrag von 325,38 Euro. Hingegen fordern die anderen Anbieter jährliche Versicherungsbeiträge, die sich zwischen 140,84 Euro und 197,95 Euro einpendeln.
Unterschiede auch bei der Versicherungssumme
Nicht nur die Preise sind sehr unterschiedlich beziffert, sondern auch die maximal gewährte Versicherungssumme. In den Genuss der höchsten Versicherungssumme kommen Radfahrer, wenn sie sich für den Anbieter Krist entscheiden. Dort erwartet sie eine maximale Versicherungssumme von bis zu 7.500 Euro. Im Gegensatz dazu gewähren die Anbieter Ammerländer und Schutzklick jeweils 5.000 Euro, während Enra mit einer Summe von bis zu 4.000 Euro um sich wirbt. Die geringste Versicherungssumme erhält man beim Anbieter Wertgarantie, der eine Versicherungssumme von 3.500 Euro zugrundelegt.
Leistungsumfang von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich
Richtet man das Augenmerk auf den Leistungsumfang der Fahrradversicherungen, lassen sich ebenso Unterschiede erkennen. Grundsätzlich versichern sämtliche Policen die Fahrräder gegen Ereignisse wie Diebstahl, Teildiebstahl, Unfallschaden, Sturzschaden und Vandalismus. Der Anbieter Schutzklick schließt sogar den Leistungsfall Verschleiß ein, wobei im Gegenzug eine Police mit Wartezeit auf den Versicherungskunden wartet. Den Aspekt Verschleiß schließen die Anbieter Enra und Wertgarantie nicht in ihren Policen ein. Anstelle des Verschleißes kümmern sie sich um die Versicherbarkeit von Materialfehlern, Konstruktions- und Produktionsfehlern. Hingegen halten die anderen Anbieter keinen Versicherungsschutz für Material-, Konstruktions- und Produktionsfehler bereit. Schutzklick und Assona gehen sogar soweit, dass sie Policen mit Wartezeit und Selbstbeteiligung anbieten.

Fahrradversicherung von Wertgarantie ist sehr empfehlenswert
Personen, die ein Fahrrad im Wert von 1500 Euro bei Wertgarantie versichern, zahlen einen jährlichen Versicherungsbeitrag von 180 Euro. Sie versichert das Fahrrad nicht nur gegen Diebstahl. Vielmehr werden auch Schäden durch Unfälle, Stürze und Vandalismus abgedeckt. Darüber hinaus sieht Wertgarantie sich ebenfalls in der Leistungspflicht, wenn Materialfehler auftreten. Jedoch wird nur einem einzigen Fahrrad pro Versicherungsnehmer dieser umfassende Versicherungsschutz verliehen. Hierbei beeindruckt insbesondere der zu zahlende Versicherungsbeitrag, der eine monatliche Belastung von lediglich 15 Euro darstellt.
Welche Pflichten bestehen bei Vertragsabschluss und welche Folgen können Verletzungen dieser Pflichten sein?

Mit dem Abschluss einer Fahrradversicherung verpflichtet sich der Versicherungsnehmer dazu, sein Fahrrad bei Benutzung stets anzuschließen. Beim Anschluss des Fahrrads dulden Versicherer kein Rahmenschloss. Vielmehr muss das Fahrrad mit einem separaten Schloss abgeschlossen werden. Mit dem Versicherungsabschluss setzen einige Versicherer die Anschaffung eines bestimmten Fahrradschlosses voraus, wie zum Beispiel von ABUS. Ereignet sich ein Diebstahl, ist der Versicherungsnehmer zur Schadensmeldung verpflichtet.
Ist das Fahrrad auch im Urlaub (Ausland) versichert?
Bei anstehenden Urlaubsreisen mit dem Fahrrad bestehen zwei Möglichkeiten das Rad abzusichern. Zum einen kann eine Reiseversicherung abgeschlossen werden, zum anderen aber auch eine spezielle Fahrradversicherung. Radfahrer, die sich für den Abschluss einer Reiseversicherung entscheiden, erhalten häufig einen eingeschränkten Versicherungsschutz. Dieser umfasst in der Regel Versicherungsleistungen wie Reisegepäckversicherung, Krankenversicherung (Gesetzliche Krankenversicherung im Test), Reiserücktrittsversicherung und Unfallversicherung (Unfallversicherung im Test). Im Rahmen der Reiseversicherung wird das Fahrrad als Gepäckstück betrachtet und gegen sämtliche Vorkommnisse wie Diebstahl, Verlust, Beschädigung oder Zerstörung abgesichert. Eingeschränkt bedeutet in ihrem Fall, dass das Fahrrad nur auf dem Weg vom Eigenheim zum Urlaubsort und auf dem Rückweg versichert ist. Einen weitaus umfassenderen Schutz erhalten Fahrradfahrer mit dem Abschluss einer Fahrradversicherung. Neben einem rund-um die-Uhr Schutz im Inland erweitern zahlreiche Versicherer diesen Versicherungsschutz auch auf das Ausland. Damit erhalten Versicherungsnehmer die Kosten eines Diebstahls oder Schaden im Ausland erstattet – und zwar rund um die Uhr.

Wie sieht die Entschädigung im Versicherungsfall aus?
Ereignet sich ein Totalschaden oder Diebstahl, erstattet die Fahrradversicherung den Neuwert. Mit dem Neuwert wird jener Betrag gemeint, der zum Zeitpunkt des Schadens nötig ist, um ein, in der Art und Güte, vergleichbares Fahrrad anzuschaffen. Liegt der Zeitwert unter 50 Prozent des Neuwertes, erstattet die Versicherung lediglich den Zeitwert des Fahrrads. Je nach Versicherung wird in den ersten drei Jahren nach Neukauf, eine Garantie auf Ersatz des Neuwertes ausgesprochen. Fallen kleine Beschädigungen am Fahrrad an, übernimmt die Versicherung die jeweiligen Reparaturkosten.
Gilt der Schutz rund um die Uhr oder nur zu bestimmten Tageszeiten?
Im Gegensatz zur Hausratversicherung (Hausratversicherung im Test) sichert die Fahrradversicherung das zugehörige Fahrrad rund um die Uhr ab. Jedoch gibt es unter den zahlreichen Assekuranzen auch Versicherer, die die sogenannte Nachtzeitklausel zum Vertragsgegenstand machen. Sie besagt, dass der Versicherungsschutz im Zeitraum von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens grundsätzlich ausgeschlossen ist.
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Fazit
Wer beim Abstellen seines Fahrrads auf Nummer sichergehen möchte, sollte sich mit dem Abschluss einer Fahrradversicherung auseinandersetzen. Dabei zeigt der Vergleich von Getsurance, dass keine horrenden Versicherungsbeiträge für einen umfassenden Schutz aufgewendet werden müssen. Eine empfehlenswerte Absicherung bietet der Anbieter Wertgarantie mit einem jährlichen Versicherungsbeitrag von 180 Euro.
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Heiße Sommertage: was tun?

Die Sonne lacht und auch beim Verlassen des Hauses werden wir von einer spürbaren Wärme umzingelt – endlich hat der Sommer auch Einzug in Deutschland erhalten. Kaum steigt das Thermometer auf über 30 Grad, schwindet plötzlich das Wohlgefühl und man sucht vergebens nach Abkühlung. Zum Unwohlsein gesellen sich häufig Symptome wie Kopfschmerzen, schlechter Schlaf und anhaltendes Schwitzen. Umso mehr stellt sich die Frage, wie man sich an heißen Tagen abkühlen kann.
Heiße Sommertage schlagen aufs Gemüt
Schnellen die Außentemperaturen auf über 30 Grad; mag das für einen großen Personenanteil der Segen des langersehnten Sommers. Wohingegen andere Menschen dem Sommer nicht viel abgewinnen können und vermehrt unter Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel und Muskelkrämpfen leiden. Die Gründe für körperliche Beschwerden bei übermäßiger Hitze liegen insbesondere in der Erweiterung unserer Gefäße behaftet. Somit gibt der Körper mehr Wärme über unsere Haut ab und man fängt an zu schwitzen. Da weniger Blut durch den Kreislauf fließt; muss das Herz vermehrt pumpen. Eben dieser Vorgang stellt eine erhebliche körperliche Belastung dar, wobei insbesondere Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen unter der Hitze leiden.

Hitzeschlag kann jeden treffen
Aber nicht nur Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen macht die Hitze zu schaffen, sondern nahezu jedermann. Dabei gehören längst nicht nur Beschwerden wie Sonnenbrand, Sonnenstich und Hitzeschlag zu den Krankheitserscheinungen. In den Jahren eines heißen Sommers wurden in Deutschland vermehrt tausend Hitzetote registriert, deren Ursachen oftmals in Nierenversagen, Herzinfarkt, Stoffwechselstörungen, Schlaganfall und Atemwegsprobleme infolge Hitzebelastung begründet waren.
Grundsätzliche Maßnahmen bei sommerlichen Temperaturen

Bei sonnigen Tagen sollte man sich nicht länger als notwendig der direkten Sonne aussetzen. Zudem ist es ratsam, in den heißen Sonnenstunden von jeglicher erschwerenden Arbeit, wie Gartenarbeit oder Fenster putzen, Abstand zu nehmen. Neben der körperlichen Arbeit sollten auch sportliche Aktivitäten in die Morgen- oder Abendstunden verlagert werden. Darüber hinaus ist es zu empfehlen, die Haut mit einem, dem Hauttyp entsprechenden Sonnenmittel, einzucremen – und das mehrmals am Tag. Damit die sommerlichen Temperaturen so angenehm wie nur möglich verlebt werden, ist atmungsaktive, luftige Kleidung zu empfehlen. Durch die kontinuierliche Bewegung in der Kleidung gelangt frische Luft an die Haut.
Bei zu viel Sonne für ausreichend Abkühlung sorgen
Ist man der Sonne infolge Übelkeit, Erbrechen oder Kopfschmerzen zum Opfer gefallen, sollten Betroffene viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Dieses wird ihnen am besten schluckweise und lauwarm verabreicht. Daneben sollten kalt, feuchte Wickel um Kopf und Puls gelegt werden. Bei ernsteren Krankheitserscheinungen ist es ratsam, einen Arzt hinzuzuziehen. Aufgrund dieser Tatsache ist es an heißen Sommertagen umso wichtiger, vorbeugende Schutzmaßnahmen zu treffen.
Tipps bei Sommerhitze
Da der Körper an heißen Sommertagen sehr viel Flüssigkeit verliert, müssen diese Reserven wieder aufgetankt werden. Dies macht man am besten, indem vier, statt der vorgeschriebenen zwei, Liter getrunken werden. Hierbei ist es wichtig, dass auch die richtige Flüssigkeit aufgenommen wird. Da der Mensch beim Schwitzen große Mengen an Kochsalz, Magnesium und anderen Salzen verliert, müssen jene Getränke getrunken werden, die eben diese Salze liefern. Hierfür am besten geeignet sind neben Mineralwasser auch Getränke, wie Tees, Säfte und lösliche Brühe.

Ein Glas Wasser alle 20 Minuten
Nimmt man alle 20 Minuten ein Glas Flüssigkeit zu sich, ist der Körper über den Tag verteilt gut versorgt. Einiges der aufzunehmenden Flüssigkeit kann beispielsweise auch durch Lebensmittel ersetzt werden. Beispielsweise sind Obst, Gemüse und Salate sehr gute Flüssigkeitsspender. In dem Zusammenhang ist vom Alkoholkonsum strikt abzuraten. Er mag zwar den Durst löschen, jedoch kommt es zeitgleich zu einer Erweiterung der Gefäße, sodass dem Körper Flüssigkeit entzogen wird.
Essgewohnheiten auf leichte Kost umstellen

Des Weiteren sind auch die Essgewohnheiten an die sommerlichen Temperaturen anzupassen. In dem Zusammenhang ist darauf zu achten, dass wenige über den Tag verteilte Mahlzeiten zu sich genommen wird, anstelle einer großen Hauptmahlzeit. Ein ideales Mittagessen im Sommer besticht durch einen einfachen Salat mit frischen Tomaten, Gurken und Paprika.
Auf leichte sportliche Aktivitäten umsteigen
Auch wenn übermäßige sportliche Aktivitäten bei Sommerhitze vermieden werden sollten, heißt das noch lange nicht sich auf die faule Haut legen zu können. Damit auch an heißen Sommertagen der Alltag aktiver gestaltet werden kann, sollte anstelle der Jogging-Tour, lieber ein Spaziergang eingeplant werden
Warm duschen vor dem Schlafengehen
Vor dem Zubettgehen ist es ratsam, sich eine warme Dusche zu genehmigen. Durch die warme Dusche werden die Poren geöffnet, sodass der Körper die Hitze besser abgeben kann. Drückt die Hitze nachts so sehr, das es vom schlafen abhält, sollte ein feuchtes Laken vor das offene Fenster gehängt werden. Dies senkt die Raumtemperatur und bringt eine frische Brise ins Zimmer.

Tipps für heiße Sommertage im Büro
Steigt das Thermometer ins Unermerssliche, fliehen zahlreiche Menschen an kühlende Orte wie den See. Doch längst nicht jeder ist mit einem Höchstmaß an Freizeit gekennzeichnet. Manch einer muss um die Zeit im Büro bei der Arbeit verweilen. Damit auch diese arbeitsintensiven Stunden möglichst angenehm erlebt werden, können einige Empfehlungen sehr hilfreich sein:

Frischen Wind ins Büro bringen
Hierbei sollte am besten morgens und abends gelüftet werden. Denn gerade zu diesen Zeiten ist die Außentemperatur niedriger als im Büro. Im Zuges dessen sollten die Fenster tagsüber geschlossen bleiben, damit die warme Luft gar nicht erst ins Innere eindringen kann. Bei der Nutzung von Ventilatoren sollte man vorsichtig sein. Sie mögen zwar eine frische Brise ausstrahlen, jedoch sind sie auch Ursache für Zugluft.
Für Schatten sorgen
Im Sommer ist es ratsam, jeden möglichen Sonnenschutz für sich zu beanspruchen, damit das Raumklima möglichst niedrig gehalten werden kann. Herbei kann die Aufheizung der Räume bestenfalls durch das Anbringen von Jalousien und Blenden abgewendet werden. Damit möglichst genug Tageslicht ins Büro gelangt, sollte der Sonnenschutz öfter nachgeregelt werden.
Nicht blenden lassen
Damit man sich gar nicht erst von dem schönen Wetter blenden lässt, sollten die Bildschirme so aufgerichtet werden, dass der Arbeitnehmer parallel zum Fenster sitzt. Dies bewahrt ebenso vor Reflexionen auf dem Bildschirm.
Leichte Kost bevorzugen

Möchte man heiße Bürotage möglichst gut überstehen, sollte man in der Mittagspause zu leichten Mahlzeiten greifen.In dem Zusammenhang ist es genauso wichtig, ausreichend zu trinken. Dabei kann ebenso die vier Liter Faustregel beachtet werden.
Einnahme von Medikamenten bei heißem Wetter
Problematisch wird das heiße Sommerwetter für Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen. Beispielsweise müssen Menschen mit Blutdruckproblemen ihre Dosis im Sommer häufig reduzieren, da die Hitze eine noch senkendere Wirkung auf den Blutdruck hat.Ebenso kritisch zu betrachten sind Medikamente, die die Haut gegenüber der Sonne noch sensibler macht. Dadurch erhalten Betroffene im Anschluss an das Sonnenbad Rötungen und Blasen an der Haut. Zu diesen Medikamenten zählen Amiodaron oder das Antibiotikum Doxycyclin und Johanniskraut. Daher ist es ratsam, an sonnigen Tagen für einen ausreichenden Sonnenschutz zu sorgen.
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Fazit
Damit die heißen Sommertage möglichst angenehm erlebt werden, sollte darauf geachtet werden, dass man sich der prallen Sonne nicht länger als notwendig aussetzt. Neben einem angemessenen Schattendasein, ist auch ausreichend Flüssigkeit wichtig- am besten vier Liter täglich. Nur so und mit ausreichend Sonnenschutz lassen sich die heißen Tage möglichst angenehm verbringen.
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Fußball EM 2016: So sind Fußballprofis versichert

Das vergangene EM-Spiel zwischen Deutschland und Italien dürfte sich für jeden passionierten Fan zur wahren Zitterpartie entwickelt haben. Umso größer die Freude darüber, dass Deutschland das Halbfinale erreicht hat. Jedoch wird die Euphorie über das Weiterkommen von einigen Wehrmutstropfen überschattet. Beim nächsten Spiel gegen Frankreich muss verletzungsbedingt auf den Einsatz von Sami Khedira und Mario Gomez verzichtet werden. Umso mehr drängt sich die Frage auf, wie die Sportverletzungen der Nationalspieler versichert sind.
Verletzungen treffen sowohl Nationaltrainer als auch Verein

Sportverletzungen gehören zum Dasein eines aktiven Fußballers einfach dazu. Ziehen sie sich während eines Tacklings mit dem Gegenspieler eine Verletzung zu, lösen sie nicht nur große Enttäuschung bei ihren Fans aus. Vielmehr versetzen sie sowohl Trainer, als auch Verein in Angst und Schrecken. Schließlich werden Profifußballer in Millionenhöhe auf dem Transfermarkt gehandelt und können in aktiver Spielzeit ebenso hohe Gehälter realisieren. Fällt der Fußballer jedoch verletzungsbedingt aus, hat das für alle Beteiligten kostenintensive Folgen. Die fehlende Sportleistung birgt nicht nur finanzielle Folgen für die Mannschaft, sondern auch den damit einhergehenden Verdienstausfall. Im schlimmsten Fall steht der verletzte Sportler vor den Trümmern seiner erfolgreichen Fußballkarriere.

Wenige Spieler erhalten ihr Geld länger als sechs Wochen
Ein langfristiger Ausfall des Profifußballers kann sich rasch zu einem teuren Wagnis entwickeln. Denn die Sportler stehen in einem Angestelltenverhältnis zum jeweiligen Fußballclub. Wie alle anderen Arbeitnehmer, haben auch sie, im Krankheitsfall, Anspruch auf Lohnfortzahlung. Somit ist der Verein in der Pflicht seinem angeschlagenen Spieler das Gehalt weiter zu zahlen. In einigen Fällen auch länger, als die gesetzlich vorgeschriebenen sechs Wochen. Der Vereinigung der Vertragsfußballer zufolge, können sich Topspieler einen längeren Anspruchszeitraum zusichern lassen. Nach Ansicht des VDV sollte Deutschland dieselben Regeln einführen, wie sie bereits in England gelten:
Den Spielern der englischen Premier League wird das Gehalt so lange weitergezahlt, bis die Verletzung ausgeheilt ist – auch über das Vertragsende hinaus. Gegen eventuelle finanzielle Risiken sichern sich die Clubs mit Versicherungen ab.
Körperteile versichern wie die Stars
Was bei den Promis vor kurzem für einen großen Hype gesorgt hat, kennen Profifußballer schon lange: die Versicherung der Gliedmaßen. In dem Zusammenhang werden Beine oder die Hände des Torwarts für horrende Summen abgesichert. Beispielsweise sollen die Beine von Cristiano Ronaldo für eine stattliche Summe von 140 Millionen Euro versichert sein. Im Gegensatz dazu sind die Hände des Nationaltorwarts Manuel Neuer mit einer Versicherungssumme von drei Millionen abgesichert.
Private Vorsorge der Nationalspieler
Das Privileg, auch nach Verstreichen der sechs Wochen Frist, Gehaltszahlungen vom Fußball Club zu erhalten wird häufig nur Top-Spielern gewährt. Für die meisten Fußballer hat der Geldfluss nach sechs Wochen ein Ende. Dabei können sie lediglich auf eine eingeschränkte Unterstützung seitens der Unfallversicherung (Unfallversicherung im Test) hoffen. Sie mag zwar für die Dauer von 78 Wochen ein Verletztengeld zahlen, jedoch beschränkt sich ihre Höhe auf monatlich 6.400 Euro. Damit die Spieler auf eine monatliche Summe zugreifen können, die ihrem monatlichen Fußballgehalt nahekommt, müssen sie privat vorsorgen. Vor diesem Hintergrund schließen Fußballer gewöhnlich eine Krankentagegeldversicherung und zusätzliche Sporttagegeldversicherung ab. Hierbei offenbaren die gängigen Policen einen Tagessatz von bis zu 2.000 Euro. Dabei ist die Höhe des zu zahlenden Versicherungsbeitrags abhängig vom Alter und Gesundheitszustand des Fußballers. Fußballer, die anfällig für Verletzungen sind, zahlen möglicherweise noch Risikozuschläge.

Versicherungsschutz der deutschen Elf

Die deutsche Nationalmannschaft ist über den DFB so gut abgesichert, wie keine andere Mannschaft innerhalb Europas. Demnach sind die Nationalspieler über einen Spezialisten des Versicherungs-Konglomerats Lloyd’s of London in Millionenhöhe abgesichert. Der Versicherungsschutz der abgeschlossenen Police umfasst vorübergehende sowie dauernde ganzheitliche Spielunfähigkeit bzw. Sportinvalidität. Weiterhin sind die Spieler gegen den Todesfall abgesichert. Die hohe Versicherungssumme hat zur Folge, dass die fälligen Versicherungsprämien dementsprechend hoch ausfallen. Hierbei könnte bei einem 27-jährige Nationalspieler von einer Prämie zwischen 5.000 und 7.000 ausgehen – pro Länderspiel.
DFB und FIFA gewähren auch Versicherungsschutz
Darüber hinaus sind die Nationalspieler ebenso über den Deutschen Fußballund versichert. Verletzt sich ein Spieler beim Training oder während eines Länderspiels, wird die Unfallversicherung aktiv. Nach Angaben des DFB werden Entschädigungen an den Spieler und den Verein gezahlt. Zusätzlicher Versicherungsschutz kann auch seitens der FIFA erwartet werden. Seit 2012 sichert die FIFA die entsendeten Clubs ab. Sofern sich ein Spieler während der FIFA-Abstellungspflicht verletzt und für länger als vier Wochen spielunfähig ist, zahlt die Versicherung dem Club rund 24.000 Euro pro Tag. Diese Zahlungen werden höchstens für die Dauer von einem Jahr gewährt und sind bei 8,7 Millionen Euro gedeckelt.
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Fazit
So ärgerlich und kostenintensiv eine Sportverletzung auch sein mag, müssen Fußballer nach sechs Wochen keine Gehaltseinbußen verbuchen. Hierbei kann eine abgeschlossene Krankentagegeldversicherung oder Sporttagegeldversicherung den Verdienstausfall kompensieren und teilweise ausgleichen. Daneben gewährt der DFB ebenso Entschädigungen, die im Verletzungsfall an Spieler und Verein gezahlt werden.
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Mit der Zugehörigkeit einer privaten Krankenversicherung verbinden zahlreiche Menschen, die privilegierteste Art und Weise von Behandlung, die Versicherte im Gesundheitswesen je erfahren dürfen. Darunter wird oftmals die beste medizinische Versorgung zu geringer bis keiner Selbstbeteiligung verstanden. Wie unterschiedlich das Stichwort “beste medizinische Versorgung” ausgelegt werden kann, erkennen Privatversicherte erst mit Eintreffen der Arztrechnung.
Kostenabrechnung in der privaten Krankenversicherung
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (Gesetzliche Krankenversicherung im Test) gilt bei der privaten Krankenversicherung (Private Krankenversicherung im Test) das sogenannte Kostenerstattungsprinzip. In dem Zusammenhang nehmen Privatversicherte zunächst die anstehende Behandlungsmaßnahme in Anspruch. Im Anschluss daran werden ihnen vom behandelnden Arzt eine Rechnung ausgehändigt, dessen offener Betrag er innerhalb von zwei Wochen an den behandelnden Arzt entrichtet. Dabei orientieren sich die Kosten der medizinischen Leistungen an der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Nach Begleichung des Rechnungsbetrages reichen Versicherte die Rechnung bei ihrem Versicherer ein. Wird die Arztrechnung seitens der Versicherungsgesellschaft ohne weitere Einwände akzeptiert, werden dem Versicherungsnehmer je nach Tarif die Kosten komplett oder nur teilweise erstattet.
Jede zehnte Rechnung mit Beanstandungen
Das Szenario der Kostenerstattung gestaltet sich schwieriger, wenn sich Versicherung und Versicherungsnehmer über die Höhe der Kostenerstattung uneinig sind. Diese Fälle treten häufig ein, wenn es zur Ablehnung erstattungsfähiger Leistungen kommt oder die medizinische Notwendigkeit einiger Behandlungen und Medikamente nicht anerkannt wird. Vermehrt tritt aber auch die Situation ein, dass sich Positionen auf der Rechnung befinden, die so gar nicht stattgefunden haben. Sich der Ablehnung fügen, muss man sich keineswegs. Stattdessen können sich Versicherte bei Honorarfragen an die verantwortliche Landesärztekammer wenden und die Rechnung zur Prüfung vorlegen.

Privatpatienten sind in der Prüfungspflicht
Einem Münchener Gerichtsurteil zufolge, ist jeder Versicherte zur Prüfung der ausgestellten Rechnung verpflichtet. Die Richterin begründetet die Plausibilitätsprüfung damit, dass es den privaten Krankenversicherungen nicht möglich sei, jede Behandlung auf ihre tatsächliche Durchführung hin zu prüfen. In dem Zusammenhang sind Versicherte zur Prüfung der Arztrechnung verpflichtet. Stellen sie während der Rechnungssprüfung Ungereimtheiten fest, ist es sinnvoll die Krankenversicherung darüber zu informieren. Unabhängig davon, ob der Patient fahrlässig handelt, oder nicht bemerkt,dass nicht erbrachte Leistungen auf der Rechnung stehen, wird er im schlimmsten Fall zur Rückerstattung der Kosten aufgefordert.
Aufbau einer Arztrechnung
Damit die vorliegende Rechnung nicht wie ein Buch mit sieben Siegeln erscheint, sollten die verschiedenen Punkte samt ihren Bedeutungen verinnerlicht werden:
Ärztliche Leistungen sind mit einer Nummer hinterlegt
Jede ärztliche Behandlungsmaßnahme ist mit einer bestimmten Ziffer in der Gebührenordnung für Ärzte (GÖA) erfasst. Eben diese Nummer muss mit der jeweiligen Leistungsbeschreibung aufgeführt sein.
Leistungsbeschreibung entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte
Die in der Rechnung niedergeschriebene Leistungsbeschreibung erfasst die erbrachte medizinische Leistung des Arztes. Was genau in der Beschreibung einer medizinischen Leistung zu stehen hat, schreibt die Gebührenordnung für Ärzte vor.

Datum der Leistungserbringung ist entscheidend
Entscheidend für die Abrechnung der medizinischen Dienstleistung, ist das Datum der Leistungserbringung. Es gilt als besonders wichtig, wenn zu klären ist, welches Versicherungsjahr für die jeweilige Kostenerstattung herangezogen wird.
Behandlungen mit Punktesystem
Jede medizinische Leistung ist mit einer bestimmten Punktzahl versehen. Dabei werden aufwändigere Behandlungen mit höheren Punktzahlen beziffert, während weniger komplizierte Behandlungen gleichermaßen mit niedrigen Punkten bewertet werden. Dabei wird die Punktzahl der aufgeführten Behandlung mit dem Punktwert 0,0582873 Euro multipliziert.
Grundlage für die Berechnung medizinischer Leistungen
Der Einfachsatz errechnet sich aus der Multiplikation von Punktzahl und Punktwert. Dieser bildet die Basis zur Berechnung der ärztlichen Leistungen.
Höhere Sätze bei schweren Behandlungen
Je nach dem, wie kompliziert und zeitaufwändig die Behandlung ausfällt, wird der Einfachsatz noch mit unterschiedlichen Steigerungssätzen multipliziert:

persönliche Leistungen: zwischen einfachen und 2,3fachen des Einfachsatzes
medizinisch technische Leistungen: zwischen einfachen und 1,8fachen des Einfachsatzes
Laboratoriumsuntersuchungen: zwischen einfachen und 1,15fachen des Einfachsatzes

Regelhöchstsatz für kostenintensive medizinische Leistungen
Die Multiplikation aus Einfachsatz und Steigerungssatz ergibt den Regelhöchstsatz. Dieser kommt in der Regel zum Einsatz,wenn die jeweiligen Behandlungskosten dreimal so hoch ausfallen, als bei der Behandlung eines gesetzlich Versicherten.

Höchstsatz für Ausnahmefälle
Der Regelhöchstsatz vom 2,3fachen des Gebührensatzes darf nur überschritten werden, wenn sich die Leistungserbringung als besonders schwierig bzw. zeitaufwendig gestaltet. Bei persönlichen Leistungen beträgt der Höchstsatz das 3,5fache des Gebührensatzes, während medizinisch technische Leistungen mit dem 2,5fachen des Einfachsatzes zu Buche schlagen. Darüber hinaus werden Laboratoriumsleistungen mit dem 1,3fachen des Einfachsatzes berechnet.
Gesonderte Vereinbarung zwischen Arzt und Patient
Auch wenn die Gebühren und Steigerungssätze bindend sind, können sie vom Arzt durchaus unterschritten werden. Diese zwischen dem Arzt und Patienten geschlossene Vereinbarung muss im Vorfeld schriftlich festgehalten – bevor die Leistung erbracht wird.
Leistungen, die nicht in der Gebührenordnung enthalten sind
Laut Gebührenordnung besteht die Möglichkeit eine nicht im GÖA aufgeführte Leistung einer anderen Kostenstelle zuzuordnen. Dabei können nur jene ärztliche Leistungen abgerechnet werden, die einen selbständigen Charakter aufweisen. Diese muss auf der Rechnung entsprechend mit Nummer und Leistungsbeschreibung aufgeführt sein.

Prüfung der vorliegenden Rechnung
Flattert die Arztrechnung ins Haus, sollte sie zunächst auf ihre sachliche und rechnerische Korrektheit hin überprüft werden. In dem Zusammenhang sollte darauf geachtet werden, dass folgende Angaben enthalten sind:

Datum der Leistungserbringung
Nummer und Bezeichnung der ärztlichen Leistung
Rechnungsbetrag
Steigerungssatz
Minderungsbetrag bei stationärer Leistung
Art der Entschädigung und/oder Auslage

Inwieweit die Rechnung mit dem tatsächlichen Behandlungsverlauf übereinstimmt, können Patienten mithilfe von zwei Fragestellungen feststellen:

Wurde die Leistung erbracht
Ist die Rechnung nachvollziehbar und in der Höhe gerechtfertigt

Wichtig hierbei ist es, die Rechnung erst nach Überprüfung zu begleichen. In einigen Fällen übernimmt auch die Krankenversicherung die Rechnungsprüfung. Schließlich trägt eine sorgfältige Rechnungsprüfung zu einer stabileren Beitragsentwicklung in der private Krankenversicherung bei.
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Fazit
Die verschiedenen Details der Arztrechnung reflektieren erst wie wichtig es ist, die erhaltene Arztrechnung hinsichtlich ihrer Kostenentstehung unter die Lupe zunehmen. Denn erst mit Durchblicken der jeweiligen Berechnungsmethodik versteht man, wie sich die entstandenen Kosten zusammensetzen. Auf die Weise steht einer sorgfältigen Überprüfung nichts mehr im Wege und man entgeht der Gefahr einer eventuellen Rückerstattung.
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Source: Testsieger Berichte

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