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Mediation: Unterschiede aktueller Rechtsschutz-Testsieger

Bei der Mediation geht es weniger darum, einen Streit beizulegen, als ihn nachhaltig zu lösen. Gerade zur Vermeidung teurer Gerichtsverfahren bieten mittlerweile Rechtsschutzversicherungen durchweg die Vermittlung eines Mediators an. Dass auch gesamtgesellschaftlich diese Form der Konfliktbewältigung an Bedeutung gewinnt, dies bestätigen Umfragen unter der Bevölkerung ebenso wie Wissenschaftler. Verbraucher haben aber nicht immer die freie Wahl, wie und von wem sie ihren Konflikt lösen lassen können. Hier unterscheiden sich selbst aktuelle Testsieger voneinander.
Stand der Mediation in Deutschland
In Deutschland hat in Umfragen eine Mehrheit der Menschheit großes Vertrauen in den Erfolg von Mediationen und zieht diese Form einem Gerichtsverfahren in der Regel vor. Aus Sicht der Wissenschaftlerin Dr. Kriegel-Schmidt von der BTU Cottbus stellt Mediation zudem das Ergebnis eines Wandels in unserer Kommunikationskultur dar bzw. führt Mediation diese Wandel mit herbei. „Mediation ist in all dem ein Modus, Druck aus Beziehungen herauszunehmen und Vielfalt fruchtbar zu machen“, erklärt Dr. Kriegel-Schmidt in einem aktuellen Interview. (Deutsche Stiftung Mediation, 21.10.2017)
In Deutschland sei das Thema Mediation in letzter Zeit von einer Vielzahl verschiedener Organisationen und Netzwerke nach vorne gebracht worden. „Mediation ist im Unterschied zu anderen Ländern eine echte Grasrootbewegung. Seit kurzem beginnt sich die Forschung auf vergleichbarer Basis zu konsolidieren. Internationale Kooperationen im Bereich Mediation finden unter Mitwirkung von Akteuren aus Deutschland statt.“ Und auch das Verständnis unter jungen Menschen scheint in Sachen Mediation weit verbreitet zu sein. Die Dozentin erzählt dazu aus ihrer Erfahrung, „dass mindestens 60 % jedes Jahrgangs von Mediation in irgendeinem Zusammenhang schon einmal gehört hat. In einigen Fächern scheint es bei Studienanfängern sogar fast niemanden mehr zu geben, der von Mediation nicht schon einmal irgendwie in seiner Schulzeit gehört hat oder durch Mediation zumindest tangiert war, wie zum Beispiel durch Schülermediation. Sie sehen, es kommt also langsam Bewegung ins Spiel.“ (ebd.)
Mediation ist übliche Leistung der Rechtsschutzversicherung
Im Bereich der privaten Rechtsschutzversicherung hat es sich etabliert, dass den Versicherungsnehmern die Möglichkeit einer Mediation angeboten wird. Das ist für alle Beteiligten – den Versicherer eingeschlossen – eine attraktive Alternative zu möglicherweise kostspieligen Gerichtsverfahren. Unter den jüngsten Testsiegern (Rechtsschutzversicherung Test) weisen einige Versicherer besonders prominent auf ihren Mediation-Service hin.
So gehört die Mediation als „intelligente Konfliktlösung“ zu den wichtigen Serviceleistungen der KS/Auxilia. Bei der ARAG und der ROLAND enthält jede Tarifvariante der Rechtsschutzversicherung die Mediation. Die ERGO, deren Rechtsschutzversicherung ebenfalls über den Testsieger D.A.S. vertrieben wird, weist direkt auf den Service der Mediation hin.

Eher Telefonisch: Shuttle-Mediation ist verbreiteter als Face-to-Face-Vermittlung
Von den genannten Versicherern bieten alle eine telefonische Mediation an. Diese Variante wird auch Shuttle-Mediation genannt, weil der Vermittler zwischen dem Gespräch mit dem Versicherten und mit der Gegenseite wie ein Shuttle hin und her wechselt. Dagegen bietet ADVOCARD, ebenfalls Testsieger, zusätzlich noch die Face-to-Face-Mediation an. Hier wird von Angesicht zu Angesicht jede Streitpartei an einen Tisch gebracht. Bei der ARAG haben Kunden die Wahl, Konflikte persönlich oder telefonisch von einem Mediator lösen zu lassen.
Ein Grund dafür, dass die Mehrzahl der mit Bestnoten ausgezeichneten Rechtsschutzversicherer die telefonische Mediation bevorzugt, dürfte die dadurch gegebene Distanz und Sachlichkeit sein. Die Emotionen können beim Shuttle-Verfahren weniger hochkochen. Und vermutlich ist es den meisten Versicherten lieber, die Gegenpartei nicht persönlich konfrontieren zu müssen. Zumal die unpersönliche Konfliktbearbeitung den Alltag weniger belastet als persönliche Gesprächstermin dies sicherlich tun würden.
Die Vorteile der persönlichen Mediation
Allein im Großraum Berlin finden sich zahlreiche Agenturen, die Mediationen durchführen. Sei es, ein Konflikt im Unternehmen oder der Streit in der Familie. Die große Stärke liegt dabei in der persönlichen Mediation vor Ort. Anstelle der objektiven Distanz tritt hier die vertrauensvolle Beziehung der Betroffenen zum Mediator bzw. Mediatoren-Team. Verständnis für die Belange der Konfliktparteien kann von Angesicht zu Angesicht mitunter glaubhafter aufgebracht werden, als am Telefon. Die Mediation ist weniger anonym, was ein wichtiger Vorteil der persönlichen Mediation ist.
Engagieren sich mehrere Mediatoren als Team für die Lösung eines Konflikts, können unterschiedliche Perspektiven auf einen Fall zur Streitbeilegung genutzt werden. Dagegen wird von den Rechtsschutzversicherungen in der Regel ein einzelner Mediator beauftragt. Dabei handelt es sich meist um erfahrene Juristen, die für die Betroffenen Wege zur Vermeidung von Gerichtsverfahren ausloten. Die Präsenzmediation bietet eine bessere Möglichkeit, sich in die unterschiedlichen Befindlichkeiten hineinzuversetzen.

3 Fragen, 3 Antworten: Sosan Azad (Streit Entknoten GmbH)
3 Fragen haben wir an Frau Sosan Azad, Geschäftsführerin der Streit Entknoten GmbH, gestellt. Ihr Büro für Mediation und Interkulturelle Kommunikation vermittelt bei Konflikten innerhalb von Familien und Organisationen. Streit Entknoten ist zudem Anbieter von Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wir bedanken uns bei Frau Azad für das Beantworten unserer Fragen.

1. Nun haben Sie und Ihre Kollegen sich auf die Mediation vor Ort mit den Betroffenen spezialisiert. Werden Konflikte auf diese Art nachhaltiger gelöst im Vergleich zum rein telefonischen Vermitteln?
Unser Ansatz und Verständnis von Mediation ist, dass Menschen sich vor Ort begegnen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Daher können wir diese Verfahren nicht miteinander vergleichen.
2. Die Mitglieder des Kompetenzteams von Streit Entknoten kommen aus unterschiedlichen Disziplinen. Wie wirkt es sich auf die Mediation aus, neben juristischer Expertise noch weitere Fachkenntnisse einbringen zu können?
Fachexpertise hat eine gewisse Auswirkung auf eine Mediation. Ein Mediator, der z.B. über eine Ausbildung und Praxis als Sozialarbeiter, Psychologe o.ä. in seinem Grundberuf verfügt, wird bei Familien-, Partner- oder Konflikten mit Jugendlichen schneller den Sachverhalt verstehen als ein Mediator mit einen Hintergrund als Angestellte einer Verwaltungsbehörde. Diese hat wiederum mehr Erfahrungen mit innerbetrieblichen Konflikten in Institutionen. Doch grundsätzlich ist Mediation ein strukturiertes Verfahren, das jeder ausgebildete Mediator in jedem Bereich gleich gut anwenden kann.
Das betrifft in meinem Unternehmen z.B. den Schwerpunkt Integration von Migranten/Geflüchteten. Eigene Migrationserfahrungen können bei Mediationen mit diesem Schwerpunkt durchaus helfen, die Situationen von geflüchteten Menschen bessere und tiefer gehend zu verstehen, sie ggf. der Gegenseite, die diese Erfahrungen nicht hat, besser zu vermitteln und die Medianden dabei zu begleiten, zu guten Lösungen für beide Seiten zu kommen.
3. Die Versicherer werben mit Erfolgsquoten ihrer Mediatoren von 75 Prozent und mehr – wohl weil die Kosten eines Rechtsstreits vermieden werden konnten. Können Sie und Ihr Team ähnlich häufig Erfolge verzeichnen? Und wie definiert man bei Streit Entknoten eine erfolgreiche Mediation?
Erfolgreich ist für uns, wenn beide Seiten mit der Lösung einverstanden und bereit sind, an diesen Lösungen zu arbeiten und/oder sie umzusetzen um den Konflikt nachhaltig zu lösen. Das ist natürlich nicht immer der Fall. Doch auch schon kleine Veränderungen können viel an einem Konflikt ändern. Vor allem, wenn die Mediation eine Situation geschaffen hat, dass jede Konfliktpartei die Gegenseite mit ihrer Position und den dahinter liegenden Interessen und Gefühlen ohne Stress erst einmal hören und im besten Fall nachvollziehen oder gar verstehen konnte.
Wir haben keine Evaluationen und Erhebungen durchgeführt. Aus dem Feedback unserer Medianden können wir jedoch schließen, dass die Mehrzahl die Mediation als hilfreich bezeichnet hat.

Zahlt die Rechtsschutzversicherung für selbst gewählte Mediatoren?
Die Anbieter von Rechtsschutzversicherungen unterscheiden sich voneinander auch dadurch, wie die Mediation zustande kommt. Erfasst der Versicherungsschutz auch die Kosten für einen selbst gewählten Mediator oder bestimmt der Versicherer jemanden für die Konfliktlösung? Hier bieten auch die jüngsten Testsieger nicht immer die Möglichkeit, dass die Versicherungsnehmer über den Mediator entscheiden können. Ein Vergleich von Rechtsschutzversicherungen aus dem Jahr 2013 zeigt, wie flexibel die Versicherer in dieser Frage waren. Die D.A.S., die WGV, Advocard, Auxilia, Roland, Arag und andere Anbieter mit sonst hervorragenden Testergebnissen leisteten zum Zeitpunkt der Studie von Mediation GmbH fairmitteln&fairfinden nur für von ihnen selbst vermittelten Mediatoren. (Mediation und Rechtsschutz – eine Studie)
Die Allianz stellte sich im besagten Vergleich als einer der wenigen Versicherer heraus, bei dem Kunden die Wahl geboten wird. Damit ist sie der einzige Testsieger, der nicht über die Person des Mediators entscheidet. Für die Betroffenen kann bei einem vom Versicherer bestimmten Mediator der Eindruck entstehen, dass um jeden Preis ein Gerichtsverfahren verhindert werden soll. Schließlich müsste der Versicherer dann mehr leisten als die Mediation kostet. Es kommt dann auf den einzelnen Konfliktvermittler an, durch Vertrauen und Engagement solche Befürchtungen auszuräumen.

Angebote vom Makler für Tarife mit bester Mediation-Leistung
Für die Entscheidung zwischen verschiedenen Rechtsschutzversicherungen lohnt sich angesichts der Unterschiede in puncto Mediation ein Blick in die konkreten Versicherungsbedingungen. Weil gewöhnliche Tarifrechner diese Leistung häufig nicht berücksichtigen, kann ein unabhängiger Makler auf Wunsch gezielt Angebote einholen.
Gängige Tarifrechner weisen im Leistungsvergleich zwar aus, ob und in welchem Ausmaß Mediationen versichert werden. Aber über die Wahl des Mediators wird meistens keine Auskunft gegeben.

Fazit
Dass die Mediation eine veritable Alternative zum Gerichtsstreit ist, das ist einer zunehmenden Zahl von Menschen bekannt. Das Konzept der Lösung von Konflikten mittels Kommunikation wird der nächsten Generation bereits früh nahegebracht. So haben irgendwann auch die Rechtsschutzversicherer die Mediation als Mittel zur Vermeidung größerer Kosten erkannt. Verbraucher können von jedem Versicherer erwarten, dass die Mediation mitversichert ist. Nur die Wahlfreiheit hat sich noch nicht am Markt durchgesetzt. Nur wenige der ansonsten mit Topnoten ausgezeichneten Anbieter erlauben es den Kunden, selbst einen Mediator zu bestimmen.
Mit Blick auf die Testberichte zur Rechtsschutzversicherung lässt sich sagen, dass mit Berücksichtigung von Mediationsverfahren über die Kosten hinaus einige Anbieter besser abschneiden würden als sie es bislang tun. Doch noch überprüfen die Tests Rechtsschutzversicherer nicht auf den Aspekt des konkreten Mediationsangebots. Es wird in der Regel lediglich darauf geschaut, ob die Vermittlung eines Konflikts grundsätzlich mitversichert ist oder nicht. Wer bei der Wahl eines Anbieters darauf besonderen Wert legt, ist mit der persönlichen Beratung eines unabhängigen Versicherungsexperten besser bedient.
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Ohne Zahnzusatzversicherung erhalten Patienten meist Zahnfüllungen aus Amalgam. Doch nicht jedem ist die Quecksilber-Legierung geheuer. Mediziner sehen jedoch keinen Grund zur Besorgnis. Um in Zukunft global auf das giftige Metall verzichten zu können, unterzeichneten über 75 Nationen die Minamata-Konvention. Diesen Samstag startet die erste Quecksilber-Konferenz in Genf.
Minamata Quecksilber-Konvention: Unterzeichner treffen sich zur ersten Konferenz
Die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung in Europa wird unter anderem anhand der weiteren Verwendung von Quecksilber-Amalgamen entschieden. Um langfristig den globalen Verbrauch und Einsatz von Quecksilber zu überwinden, wurde im Rahmen der Vereinten Nationen ein Vertrag aufgesetzt. Ihm beizutreten sind alle Staaten eingeladen. Die jetzt schon an der Quecksilber-Konvention teilnehmenden Nationen entsenden nun erstmals Vertreter zu einer gemeinsamen Konferenz.
Am Samstag und Sonntag finden in Genf die ersten Treffen zur Vorbereitung der 1. Konferenz der Minamata Konvention statt. In den darauffolgenden Tagen werden Repräsentanten aus aktuell 75 Unterzeichnern über den Weg in eine quecksilberfreie Welt beraten.

Was ist die Minamata Quecksilber-Konvention?
Bei der Minamata-Konvention handelt es sich um einen weltweiten Vertrag zum Schutz von Mensch und Umwelt vor den schädlichen Folgen des Quecksilbers. Ins Leben gerufen wurde das Vorhaben vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen, UNEP.
Seinen Namen erhielt der Vertrag in Gedenken an die japanische Minamata Bucht, wo unbehandeltes Abwasser einer Chemieanlage in die Bucht lief und zur Quecksilbervergiftung der gleichnamigen Stadt führte.

Zahnärzte weltweit unterstützen Anti-Quecksilber-Konvention
Vonseiten der zahnärztlichen Organisationen erfährt die Minamata-Konvention internationale Unterstützung. Schließlich arbeiten Zahnärzte global mit Amalgam als Füllmaterial der Wahl. Weltweit bedeutet die geplante Abkehr vom Quecksilber jedoch nicht nur den verbesserten Schutz von Umwelt und Gesundheit. Auf der anderen Seite muss zu jeder Zeit auch ein Kompromiss gefunden werden, die zahnmedizinische Versorgung zu gewährleisten. (s. FDI vom 06.06.2017)
Amalgam spielt in der zahnmedizinischen Gesundheit eine zentrale Rolle. Auch was die Versorgung der Patienten betrifft. Die Krankenkassen übernehmen problemlos die Kosten für Füllungen aus Amalgam. Bei anderen Materialien müssen die gesetzlich Versicherten entweder selbst die Rechnung bezahlen oder sie bei ihrer privaten Krankenzusatzversicherung einreichen. (Krankenzusatzversicherung Test)
Ablehnung von Amalgam: Angst vor Quecksilbervergiftung
Bedenken und Ängste gegenüber Amalgam als Füllmaterial bestehen in der Bevölkerung seit Jahren. Auslöser dafür dürfte vor allem die Tatsache sein, dass Amalgam eine Legierung aus Quecksilber und anderen Metallen ist. Laien ist dabei dieser Verbundstoff nicht geheuer, weil sie um die Giftigkeit von Quecksilber wissen. Die Gefahren für Umwelt und Gesundheit des Menschen, welche von purem Quecksilber ausgehen, sind schließlich der Beweggrund der Vereinten Nationen, die Minamata-Konvention voranzutreiben.
Der Streit um die Unbedenklichkeit bzw. die Schädlichkeit von Amalgam im Zahn wird auch unter Medizinern und Wissenschaftlern geführt. Aus diesem Grund zählt Amalgam zu den am häufigsten und gründlichsten untersuchten Füllstoffen. Im Vergleich dazu wurden Kunstoff- oder Keramiklösungen deutlich seltener einer wissenschaftlich-medizinischen Prüfung unterzogen. Der Vorwurf seitens der Amalgam-Gegner lautet dabei, dass man das Material aufgrund seiner technischen Eigenschaften bevorzugt behandeln würde und dabei die gesundheitlichen Folgen vernachlässige. Dagegen ist sich die zahnärztliche Zunft weitestgehend einig über die Ungefährlichkeit von Amalgam.

Bundeszahnärztekammer: Nachweis für folgenschwere Erkrankungen fehlt
Es ist die offizielle Position der Bundeszahnärztekammer, dass aus medizinischer Sicht kein Grund für eine Ablehnung vom Amalgam zu erkennen ist.
»Keine Studie konnte den Nachweis für die These erbringen, dass das Vorhandensein von Amalgamfüllungen in einem ursächlichen Zusammenhang mit degenerativen Krankheiten, Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, der Störung kognitiver Funktionen, Frühgeburten, Fehlgeburten oder sonstigen unspezifischen Symptomen steht.«
Quelle: BZAEK.de vom Mai 2017

FVDZ: Angst vor Amalgam wissenschaftlich unbegründet
Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte e. V. (FVDZ) äußerte sich in einem Interview deutlich zum Thema. Was Meyer an der Diskussion um Amalgam primär stört, ist der Mangel an wissenschaftlich-medizinischen Grundlagen für die Ablehnung in der Politik und der Bevölkerung. So sagt FVDZ-Mitglied Meyer in Bezug auf einen Beschluss des EU-Parlaments zum Ende von Amalgam: »Da ich selbst im wissenschaftlichen Vorfeld unter anderem in die Entscheidungsfindung zum Minamata-Übereinkommen eingebunden war, kann ich nur bestätigen, dass die Beschlüsse des Europaparlaments zum zahnärztlichen Amalgam nicht auf wissenschaftlicher Forschung basieren…Somit ist die Parlamentsentscheidung aufgrund der Einsprüche nationaler zahnärztlicher Organisationen als ein Kompromiss zu betrachten.« (ZahnvorsorgePlus vom 08.08.2017)
Nach Alternativen zur Quecksilberlegierung gefragt, sieht Meyer in einer flächendeckenden Vorsorge die einzig seriöse Lösung. (s. ebd.) Denn wo Zahnärzte nicht bohren müssen, wird auch kein Amalgam eingesetzt. Aber selbst dann handle es sich um einen medizinisch vertretbaren Kompromiss, den man wie bei jeder ärztlichen Behandlung eingehen müsse. »Aufgrund meiner eigenen Mitarbeit in den Wissenschaftskomitees der Weltzahnärzteschaft (FDI) sowie der europäischen Zahnärzte (CED) weiß ich, dass Amalgam als Füllungsmaterial unter Wissenschaftlern weitestgehend unumstritten ist und als vernünftiger medizinisch vertretbarer Kompromiss zur Wiederherstellung zerstörter Zähne gilt.«
Kassenleistung Amalgam
Wer aus einem ungutem Gefühl heraus oder auch nur aus ästhetischen Gründen seine Zähne nicht mit Amalgam gefüllt bekommen möchte, für den bleiben Kunststoff- oder Keramikfüllungen. Doch hier müssen Patienten mindestens einen Teil der Kosten selbst tragen. Ohne Zahnzusatzversicherung (Zahnzusatzversicherung Test) bleibt gerade Menschen mit anfälligen Zähnen oft nur die Kassenleistung Amalgam.
Sollte in Zukunft die Quecksilber-Legierung tatsächlich als Füllmaterial europaweit verboten werden, müssen bis dahin die Krankenkassen andere Materialien zur Regelleistung erklären. Andernfalls könnten sich Menschen mit geringem Einkommen entsprechende Behandlungen nicht mehr leisten. Auch vor diesem Hintergrund empfehlen Zahnmediziner wie Prof. Dr. Dr. Georg Meyer vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte eine gründliche Zahnvorsorge als bestes Mittel.
Fazit
Zumindest für den EU-Raum ist der Einsatz von Amalgam auch in den kommenden Jahren erlaubt. Hier wird sich für Zahnärzte und Patienten erst einmal nichts verändern. Auf der Genfer Quecksilber-Konferenz wird es vor allem um eine Reduktion von Quecksilber in der Industrie gehen. Die wissenschaftlichen und medizinischen Befürworter von Amalgam konnten sich bei den bisherigen Regelungen durchsetzen. Der günstige Füllstoff mit nützlichen Materialeigenschaften wird bis zu seinem Verbot vor allem als Abfallprodukt eine Rolle spielen.
Das wichtige Problem der ordnungsgemäßen Entsorgung von Quecksilber-Füllungen durch die Zahnärzte wird in Deutschland schon länger gesetzlich geregelt. Die jüngste EU-Quecksilberverordnung überträgt laut Bundeszahnärztekammer größtenteils deutsche Standards auf alle übrigen EU-Mitgliedsstaaten. Patienten, die kein Amalgam in ihren Zähnen wollen, müssen weiterhin eine Keramik- oder Kunststofffüllung selbst bezahlen – oder eine Zahnzusatzversicherung abschließen.
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Zu gleich drei Umfragen wurden zu Beginn dieses Monats Ergebnisse veröffentlicht. So sei die Sorge um die Rentenlücke bei der Mehrheit vorhanden. Ein getrübtes Bild in Sachen Altersvorsorge zeichnet dagegen die zweite Umfrage unter Frauen, wonach nur ein kleiner Teil privat fürs Alter spart. Zuletzt wurden junge Deutsche auf das Thema angesprochen, die scheinbar mehrheitlich resigniert haben.
Mehrheit ist sich Rentenlücke bewusst
In deutschen Haushalten ist die Befürchtung verbreitet, im Alter den gewohnten Lebensstandard nicht mit der gesetzlichen Rente allein halten zu können. Knapp über die Hälfte der Teilnehmer an einer Forsa-Umfrage äußerte sich entsprechend. Vor allem kam die von Union Investment beauftragte Umfrage zu dem Ergebnisse, dass 77 Prozent privat vorsorgen. 46 Prozent der Befragten zeigten sich sogar bereit, für einen früheren Renteneintritt mehr privat vorzusorgen. (procontra-online vom 02.08.2017)
Mit ihrer privaten Altersvorsorge gaben sich knapp 40 Prozent zufrieden. Die Möglichkeiten sind in der Tat vielfältig. Die einzelnen Altersvorsorgearten eignen sich nicht für jeden Sparer pauschal. Wichtig ist immer, dass die richtige Altersvorsorge gewählt wird. (Altersvorsorge Test) Dass die Mehrheit der von Forsa befragten nicht glücklich mit der Form ihrer Altersvorsorge sind, könnte an unpassenden Sparprodukten liegen.
Eine von drei Frauen sorgt privat vor
Zu einem anderen Ergebnis kam die im Auftrag von Amundi Asset Management durchgeführte Umfrage von YouGov unter 1.000 Frauen. Die Befragten im Alter zwischen 35 und 55 Jahren beschäftigen sich demnach zu 44 Prozent gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge. Wirklich fürs Alter ansparen würden lediglich ein knappes Drittel der Frauen. 37 Prozent sparen nur unregelmäßig. Nach dem wichtigsten Aspekt befragt, antworteten mehr als die Hälfte mit „Sicherheit“. (procontra-online vom 02.08.2017)
Wie die Ergebnisse dieser zweiten Umfrage zeigen, könnte ein Teil von ihnen mit besserem Wissen um die Möglichkeiten der privaten Altersvorsoge zum Sparen bewogen werden. Die Komplexität der Materie erfordert in jedem Fall kompetente und vertrauensvolle Beratung. Für jeden Einzelfall muss nämlich genau durchgerechnet werden, welche Form der Altersvorsorge sich jeweils lohnt.
Haben junge Deutsche resigniert?
Von einer dritten Umfrage wurden vorherige Woche ebenfalls die Ergebnisse bekannt. Im Auftrag der Postbank führte TNS Emnid eine Befragung durch. Insgesamt 1.107 Deutsche nahmen daran teil. Interessant ist an den Ergebnissen, wie sich junge Menschen zur privaten Altersvorsorge verhalten. Von den 16- bis 29-Jährigen befürchten demnach fast 35 Prozent finanzielle Einschnitte im Alter. Doch diese Gruppe unternimmt nichts gegen diesen Einkommensverlust. Der Anteil derer, die schon mit junge Jahren privat vorsorgen beträgt rund 39 Prozent. (cash-online.de vom 03.08.2017)
Die Ergebnisse ergänzte Karsten Rusch von der Postbank wie folgt: »Je jünger der Arbeitnehmer und je ferner das Renteneintrittsalter, desto größer fällt die zu erwartende Rentenlücke aus, das heißt die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rente.« Dass diese Gruppe der Befragten auf eigene Vorsorgemaßnahmen bewusst verzichte erklärte sich Rusch so: »Offenbar bezweifeln viele junge Deutsche, dass sie aus eigener Anstrengung in der Lage sind, diese Lücke zu schließen – und unterlassen als Konsequenz jegliche Vorsorgeleistung.« (ebd.)

Wahl-O-Mat: Altersvorsorge in den Wahlprogrammen
Anhand der Wahlprogramme der Parteien zur kommenden Bundestagswahl ließ es sich das Deutsche Institut für Altersvorsorge nicht nehmen und baute einen eigenen Wahl-O-Maten. Mit 34 Antworten wird den Nutzern die Partei mit der größten inhaltlichen Übereinstimmung gefunden.
Zur Wahldiagnose des DIA.

Kompetente Rentenberatung von Experten
Wenn es um eine kompetente Rentenberatung geht, dann haben Verbraucher grundsätzlich immer zwei Ansprechpartner. Bei Fragen zur gesetzlichen Rente weiß die Deutsche Rentenversicherung am besten, mit welchen Abzügen zu rechnen ist und wie man sie abfedern kann. Spätestens mit dem 50. Geburtstag sollte dieser Service auch in Anspruch genommen werden. Dabei kann einem auch geholfen werden, wenn es um die eigene Riester-Rente geht. (Riester-Rente Test)
Zum anderen sind unabhängige Versicherungsmakler die beste Anlaufstelle, wenn es um den Beginn der privaten Altersvorsorge geht. Die Optionen sind zahlreich. Jedes Produkt wird in unterschiedlichen Varianten von vielen Anbietern bereitgehalten. Ob nun eine private Rentenversicherung (Private Rentenversicherung Test) oder eine Kapitallebensversicherung (Kapitallebensversicherung Test) die bessere Wahl ist, das findet man zusammen mit dem Experten heraus.
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Lebensversicherer dürfen Überschussbeteiligungen kürzen, falls ihre Wirtschaftlichkeit gefährdet ist. Erneut wurde die Klage vom Bund der Versicherten abgewiesen. Echte Alternativen zur Lebensversicherung bieten nur noch Immobilien, die Börse oder das Casino. Niedrige Zinsen an den Kapitalmärkten begrenzen die Möglichkeiten für Sparer und Anleger.
Angeschlagene Versicherer dürfen Überschussbeteiligung kürzen
Eine geringere Auszahlung ihrer Lebensversicherung (Lebensversicherung Test) kann Verbraucher weiterhin ereilen. Das Landgericht Düsseldorf urteilte, dass Versicherer die Überschussbeteiligung rechtmäßig kürzen dürfen. Dagegen geklagt hatte der Bund der Versicherten e. V. (BdV). Gegen die erste Niederlage vor dem Amtsgericht Düsseldorf in 2016 legte der BdV Berufung ein.
In der Urteilsbegründung wird ausgeführt, weshalb die Kürzung von Überschussbeteiligung der geltenden Rechtslage entsprach und weiterhin zulässig ist. Am Ende, so das Gericht, „…könne der Versicherungsnehmer lediglich Auskunft und keine Rechnungslegung von dem Versicherer verlangen.“ (LG Düsseldorf, Az. 9 S 46/16) Die Rechtmäßigkeit fußt vor allem auf der Neuregelung des Gesetzes zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz – LVRG)
Niedrigzinsphase als Grund für gekürzte Überschussbeteiligung
Die Bundesregierung erklärt auf ihrer Internetseite selbst in anschaulicher Weise, wieso vor knapp drei Jahren die Reform kommen musste. Lebensversicherungen müssen häufig viele Jahre bestehen, bis sie vom Kunden eingelöst werden. Die Versicherer nehmen das Geld der Kunden und investieren es, um Zinsen zu verdienen. In Zeiten der Krise und niedriger Zinsgewinne kommt das Prinzip der Lebensversicherung in Schwierigkeiten. (Erklärvideo des BMF vom 29.08.2014)
Den Versicherern ist es nach wie vor erlaubt, anhand ihrer wirtschaftlichen Situation als Unternehmen über die Höhe von Überschussbeteiligungen zu entscheiden. Anbieter von Lebensversicherungen dürfen diese Bonuszahlungen kürzen, falls sie harte Zeiten durchstehen müssen. Der Bestand des Versicherers ist hier wichtiger als ein Bonus für den Versicherungsnehmer.

Klageweg führt Versichertenbund nach Karlsruhe
Die erneute Niederlage vor Gericht lässt dem BdV noch die Möglichkeit, die nächste Instanz anzurufen. Die dritte Station des Verbands führt nach Karlsruhe – vor den Bundesgerichtshof (BGH). Ziel ist es, im Sinne der Verbraucher eine Gesetzesänderung zu erreichen. Alle bisherigen Urteile können vom BGH aufgehoben werden. Danach besteht nur noch die Chance, dass das Bundesverfassungsgericht der Sache annimmt.
Einem endgültigen Richterspruch, der sich gegen die Urteile der Düsseldorfer Gerichte entscheidet, kann die bereits geplante Reform der Reform zuvorkommen. Dem BdV und anderen Verbraucherschützern stellt sich dann das Problem, ausreichend Einfluss auf diesen Prozess aufzubauen. Schließlich hat sich die Lage an den Finanzmärkten noch nicht gebessert. Eine neue Fassung des LVRG könnte weitere Unterstützungen der Versicherer beinhalten.
Alternativen zur Lebensversicherung?
Als Alternativen zur klassischen Lebensversicherung werden häufig Lösungen wie die geförderte Altersvorsorge oder private Rentenversicherungen genannt. (Altersvorsorge Test) Doch wenn es um Niedrigzinsphasen auf dem Kapitalmarkt geht, sitzen alle Anbieter im selben Boot.
Einen echten Ausweg haben Verbraucher nur außerhalb der betroffnen Branchen. Zum Beispiel durch den Kauf von Immobilien und freien Grundstücken. Dass es Investoren ins „Betongold“ zieht, ist seit längerer Zeit zu beobachten und schlägt sich auf die Preise nieder. Privatpersonen bleiben sonst nur eigene Beteiligungen an Fonds oder mit eigenem Aktienkonto. (Depotkonto Test)
Hintergrund: Vom Sparen und von Niedrigzinsen
Viel wird über Niedrigzinsen und Nullzinspolitik geschrieben. Aber selten wird erklärt, wieso unsere Wirtschaft durch dieses Tal muss. Dabei kann man die niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten damit erklären, dass es zu viel Erspartes gibt. Doch haben die Deutschen nicht alle einen Geldspeicher bis zur Decke gefüllt. Irgendwo muss es also viel zu viel Finanzkapital geben. (Kapitalanlage Test)
Börsenfreunde kennen den Effekt: Strömen zu viele Käufer auf eine Aktie, steigt zwar der Kurs – der Preis pro Aktie spiegelt die große Nachfrage. Aber die Rendite der Aktie fällt. Das Handeln lohnt sich mehr als das Halten im Depot. Es sind insgesamt vor allem erfolgreiche Fonds und große Unternehmen zusammen mit einzelnen Staaten, die viel Erspartes gewinnbringend anlegen wollen. Weil das Angebot so viel Rendite nicht hergibt, steigen die Preise und fallen die Zinsen.
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Zumindest bis auf weiteres kommt auf Pferdehalter in der Gemeinde Tangstedt die neue Pferdesteuer zu. 150 Euro im Jahr pro Pferd sollen helfen, die Gemeindekasse zu entlasten. Doch bis zur Entscheidung am Mittwochabend hielten die Proteste an. Wer Pferde besitzt, muss auch ohne Pferdesteuer hohe Kosten stemmen. Allein die Pferdehaftpflichtversicherung schlägt mit mehreren Hundert Euro zu Buche.
Tangstedt: 4. deutsche Gemeinde mit Pferdesteuer
Am gestrigen Mittwochabend hat sich die nunmehr 4. deutsche Gemeinde für die Erhebung einer Pferdesteuer entschieden. Die teils massiven Proteste in Tangstedt konnten die Mehrheit der Gemeindevertreter letztendlich nicht überzeugen. Mit 10 Ja- gegen 7 Nein-Stimmen wurde die Einführung einer Pferdesteuer beschlossen.
In Schleswig-Holstein ist Tangstedt die erste Gemeinde, die diesen Schritt ging. In Deutschland besteuern sonst nur 3 Gemeinden im Land Hessen Pferdehalter pro Tier. Die Gegner der neuen Pferdesteuer sind entschlossen, dagegen Klage einzureichen. Für sie ist die Besteuerung nicht rechtmäßig. Dabei liegen unterschiedliche Rechtsgutachten vor, die sich in ihrer Einschätzung widersprechen.
Landesregierung gegen Besteuerung
Die neue Landesregierung von Schleswig-Holstein dürfte vom Tangstedter Beschluss nicht begeistert sein. Laut Koalitionsvertrag der Regierungsparteien CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben sich darauf verständigt, die Besteuerung von Pferden grundsätzlich abzulehnen.
Aus dem Entwurf für den Koalitionsvertrag konnte gestern bereits der NDR zitieren: „Reiten ist Sport, und Sportarten sollten nicht besteuert werden. Wir werden deshalb das Kommunalabgabengesetz dahingehend ergänzen, dass die Erhebung von Steuern auf die Ausübung eines Sportes unzulässig ist.“ (NDR.de vom 14.06.2017) Über die finale Fassung werden die Parteimitglieder allerdings erst noch abstimmen. Inwiefern die Pferdesteuer dabei zur Diskussion steht, ist aktuell noch unklar.

Zusätzliche Kosten für Pferdehalter
Tierarztbesuche, Hufeisen, Reitausrüstung und Impfungen machen, neben der Haltungsform, die unmittelbaren Kosten für Pferdehalter aus. Wer den Stallplatz anmietet und jemanden mit der direkten Pflege und Betreuung beauftragt, zahlt zusätzlich für sein Pferd. Aber auch die Pferdehaftpflichtversicherung für Halter will bezahlt werden.
Alles in allem sind die jährlichen Aufwendungen für ein gut versorgtes Pferd nicht unerheblich. Vor diesem Hintergrund kann man die lautstarken Proteste der Pferdefreunde in Tangstedt nachvollziehen. 150 Euro mehr im Jahr scheint für Außenstehende nicht viel Geld zu sein. Doch in der Summe kommen auf Pferdehalter jedes Jahr hohe Kosten zusammen. Nicht ohne Grund verlassen also die ersten Pferdebesitzer die Tangstedter Gemeinde infolge der neuen Pferdesteuer.

Pferde- und Reitanlagen genießen keine öffentliche Förderung
Anders als Fußballplätze und Sporthallen genießen Anlagen des Pferdesports in der Regel keine öffentliche Förderung. Der Betrieb von Ställen, Reitschulen und Wettkampfanlagen findet vor allem durch Privatpersonen statt. Die Kosten werden über Vermietung und angebotene Dienstleistungen eingespielt.
Weil der Norden Deutschlands mehr flache, freie Areale bietet als der Süden, gilt die Pferdehaltung in Ländern wie Schleswig-Holstein allgemein als günstiger. Nicht wenige Halter können auf dem eigenen Grundstück ihre Pferde unterbringen. Das senkt die Kosten für Stallplätze und Koppeln.

Pferdehaftpflichtversicherung: Unverzichtbare Absicherung, trotz Mehrkosten
Pferdehalter sind nicht nur dafür verantwortlich, dass es jedem einzelnen Tier gut geht und es rundum versorgt ist. Sie werden zusätzlich für Schäden zur Verantwortung gezogen, die ihr Pferd anderen anrichtet. Dazu muss es nicht erst zu einer außergewöhnlichen Situation kommen, etwa dass ein Pferd ausbüchst und einen Autounfall verursacht. Es reicht schon, dass sich Dritte verletzen, weil sie das Pferd erschreckt hat. Aber auch den Tierazt oder Hufschmied als Profi im Umgang mit Pferden kann ein Tier schädigen.
In solchen Fällen macht sich eine vorher abgeschlossene Pferdehaftpflichtversicherung bezahlt. (Pferdehaftpflichtversicherung Test) Kosten für Schmerzensgeld, Reparaturen oder Schadensersatzansprüche können leicht größere Summen erreichen. Pferde sind kraftvolle Tiere und daher in der Lage, Menschen ernsthaft zu verletzen. Damit für die finanziellen Konsequenzen vorgesorgt ist, sollte jeder Halter über den Abschluss einer Pferdehaftpflichtversicherung nachdenken.
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Pferdehaltung ein Elitenthema?
Sicherlich muss man ein bestimmtes Einkommen erzielen, um als Pferdeliebhaber die Kosten seines Hobbys stemmen zu können. Aber das macht die Pferdehaltung noch längst nicht zu einem Vergnügen nur für Eliten und Schwerreiche. Auch wenn dem Reiten noch das Image eines Reichensports anhaften möge.
Reiten als Freizeitsport wird, wo verfügbar, auch zu günstigen Preisen, zum Beispiel im Rahmen von Hochschulsportangeboten, breiteren Schichten ermöglicht. Gerade Menschen, die in größeren Ballungsräumen leben, bietet das Ausreiten eine naturnahe Abwechslung. Die Angebote von Pferdehaltern zusammen mit der Arbeit von Pferdeverbänden machen das Reiten viel mehr Menschen zugänglich, als nur den „Schönen und Reichen“.
Fazit
Wie sehr im vergangenen Jahr das Thema Pferdesteuer in Deutschland auf Gemeindeebene diskutiert worden ist, das dokumentiert der Jahresbericht 2016 der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (auch: Fédération Equestre Nationale – FN). Angesichts anhaltend klammer Kassen der Kommunen bietet sich die Pferdesteuer an, um die öffentlichen Kassen zu entlasten. Doch damit kann man sich schnell viele Gegner machen, wie der Fall Tangstedt zeigt.
Pferdehalter müssen teils enorme Kosten tragen. Schließlich sind sie häufig für mehrere Tiere verantwortlich, gerade wenn es sich um Turnierpferde handelt oder ganze Familien gerne ausreiten. Spätestens dann, wenn sich die neue Landesregierung entschließt, der Pferdesteuer ein frühes Ende zu bereiten, dürfte Tangstedt die neue Einnahmequelle wieder verlieren.
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Dass vor allem chronisch kranke Menschen in großer Zahl nicht ihre Medikamente nehmen oder auf andere Weise ihre Therapie ins Leere laufen lassen, ist ein bekanntes und globales Problem. Die WHO mahnte bereits vor über 15 Jahren zum Handeln. Zum Wohle der Gesundheit aller Patienten und zum Wohle der Gesundheitssysteme ist jede Hilfe willkommen, die zu stärkerer Therapietreue führt.
Handy-App: Gesundheitsassistent MyTherapy
Menschen mit chronischen Symptomen müssen regelmäßig Medikamente nehmen. Wer sich dabei nur auf sein Gedächtnis verlässt, kann leicht die Einnahme von Tabletten oder das Setzen von Spritzen vergessen. Klassischerweise stellen sich Betroffene deswegen einen Alarm in ihrer Uhr oder in ihrem Handy (Handyversicherung Test) ein. Im Vergleich dazu sind die Funktionen einer App für das Smartphone wesentlich zahlreicher. Der tägliche Begleiter wird damit zum persönlichen Gesundheitsassistenten.
Mit MyTherapy betreibt und entwickelt das Startup-Unternehmen smartpatient GmbH so eine App. Die Firma mit Sitz in München verfolgt den Anspruch, Unterstützung bei Therapiemaßnahmen zu geben und gleichzeitig höchsten Standards in Sachen Datenschutz und Privatsphäre zu genügen. Dieser digitale Therapieplaner erinnert an die Einnahme von Medikamenten und verwaltet den gesamten Fortlauf der Therapie.
WHO Studie zur Therapietreue: Aufruf zum Handeln
Dass Patienten mit chronischen Erkrankungen häufig ihre Medikamente nicht nehmen oder ihre Therapie schleifen lassen, ist ein ernsthaftes Problem. Das stellte die Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO) vor knapp 15 Jahren offiziell fest. Die WHO-Studie aus dem Jahr 2003 befasste sich mit der Vernachlässigung von Langzeit-Therapien.
Dazu lautete die wichtigste Kernaussage des Reports: Durchschnittlich 50 Prozent der Patienten mit chronischer Erkrankung halten nicht die von einem Arzt angeordnete Therapie ein. Diese Zahl gilt übrigens für die sogenannten entwickelten Länder. Die WHO musste 2003 einräumen, dass viele Patienten unleugbare Schwierigkeiten mit den empfohlenen Behandlungen haben. (s. WHO 2003, S. XIII)

Geballte Informationen für Patienten und behandelnde Ärzte
Den Patienten, die eine Behandlung nicht grundsätzlich ablehnen, fehlt es häufig genug an ausreichender Motivation. Die könnten spielerisch gestaltete Smartphone-Apps liefern. Der Trend dazu ging von den USA aus und ist nun auch bei uns angekommen. Das Beispiel von MyTherapy zeigt, dass dem Benutzer – neben der bloßen Erinnerung daran, Medikamente einzunehmen – mit noch weiteren Funktionen unter die Arme gegriffen werden kann.
Die App kann mit dem Barcode auf der Tablettenverpackung, mit Übungsintervallen und Messwerten gefüttert werden. Die ständige Überprüfbarkeit soll die Patienten dazu anhalten, keinen Tag die nötigen Therapieschritte auszulassen. Aus dem Logbuch der App lässt sich monatlich ein Therapiebericht erstellen. Benutzer, die ihre App mit einem Konto beim Entwickler registrieren, können sich ihren Plan ausdrucken lassen. So liegen beim nächsten Arztbesuch die Informationen zum Therapieverlauf gesammelt vor.
Strukturierte Behandlungsprogramme der GKV für Millionen Chroniker
Im System der gesetzlichen Krankenversicherung (Gesetzliche Krankenversicherung Test) legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Leitlinien für Chronikerpläne fest. Anhand derer erstellen die Krankenkassen einheitliche, strukturierte Behandlungsprogramme für Patienten mit chronischen Erkrankungen.
„Diabetes, Asthma, Atemwegserkrankungen oder Herzerkrankungen – dies alles sind chronische Krankheiten, an denen ungefähr 20 Prozent der Bürger in Deutschland leiden. Um diese Patienten langfristig sinnvoll behandeln zu können, können die Krankenkassen ‘Disease-Management-Programme’ [DMP], besonders strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke, anbieten.“ – Krankenkassen.de
Laut AOK waren Ende 2015 7,7 Millionen Patienten in solchen Programmen eingeschrieben. Gegenüber den Zahlen für 2014 spricht die AOK von einem Anstieg um 3,2 Prozent. In beinahe acht Jahren habe sich die Teilnehmerzahl um 1,6 Millionen Menschen mit chronischen Erkrankungen erhöht. (Meldung der AOK vom 30.01.2017)
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Therapietreue ist wichtiger Gesundheitsfaktor
Patienten dazu zu bringen, sich stärker an ihren Therapieplan zu halten, kann nicht nur deren Leben retten. Auch aus ökonomischer Sicht haben die Krankenkassen ein Interesse daran, dass Chroniker nicht noch schwerer erkranken. Schließlich ist eine weitere Kernaussage des WHO Reports, dass effektivere Maßnahmen zur Steigerung der Therapietreue mitunter einen größeren Einfluss auf die Gesundheit haben können als bessere Behandlungsmethoden.

TÜV-Zertifikat für Datenschutz der MyTherapy-App
Die Entwickler der MyTherapy-App konnten für das Jahr 2017 das Prüfsiegel des TÜV Saarland erhalten. Damit wurde der Anwendung eine sichere Datenübertragung, besondere Berücksichtigung des Datenschutzes und eine gute Bedienbarkeit bescheinigt.
Das Jahres-Zertifikat des TÜV Saarland ist bis 01.01.2018 gültig und kann hier direkt abgefragt werden.

Fazit
Das Problem von Therapieabbrüchen durch den Patienten besteht bis heute fort. Alle Methoden und Technologien, welche das Einhalten von Therapieplänen befördern, helfen den Betroffenen und dem Gesundheitssystem.
Gerade älteren Menschen, die sich auf ein Smartphone einlassen, kann der Umgang mit diversen Therapiemaßnahmen und Tablettenzeiten erleichtert werden. Daneben zählt vor allem auch ein solides Vertrauen in den Rat von Arzt und Apotheker. Letztlich aber müssen Patienten jeden Alters am Ball bleiben und ihren Teil der Behandlung beisteuern.
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Gesund leben trotz Smartphone: Balance statt Hamsterrad

Im Interview mit der Stiftung Gesundheit Ende vergangenen Jahres zeigte Medienwissenschaftler und Buchautor Gerald Lembke einen Weg zwischen ignoranter Technikverteufelung und naiver Technikabhängigkeit auf. Smartphones sind zum normalen Multifunktionsbegleiter geworden. Mit ihnen halten wir den Zugang zu den digitalen Parallelwelten in Händen. Handyversicherungen helfen dabei, nach Verlust oder Defekt schnell einen Ersatz zu bekommen. Am Ende bleibt die große Frage, ob wir es mit andersartigen Prothesen oder den Boten der digitalen Demenz zu tun haben.
Wie dem “digitalen Hamsterrad” entkommen?
Die Themen Gesundheit und Wohlbefinden sind längst keine rein medizinischen mehr. Die Art und Weise, wie wir in Deutschland und vielen anderen industrialisierten Gesellschaften täglich unser Leben führen, hat auch Einfluss auf Körper und Geist. So bewegen sich die meisten Menschen nicht nur in der biologisch-physischen Welt – man nennt diese gern „Realität“ -, sondern sind auch in unsichtbaren, in digitalen Welten unterwegs. Und kein Gegenstand steht so sehr für unser digitales Leben wie das Smartphone.
Im Interview mit der Stiftung Gesundheit sprach Gerald Lembke, Autor des Buches „Im digitalen Hamsterrad. Ein Plädoyer für den gesunden Umgang mit Smartphone & Co.“, über seinen Ansatz zum gesunden Umgang mit den allgegenwärtigen Versuchungen, komplett im Digitalen abzutauchen. Die Betreiber von Plattformen wie Facebook, Twitter etc. sprachen immer schon von „sozialen Netzwerken“. Doch das tatsächlich Soziale, also der reale Umgang zwischen Menschen, dürfe laut Lembke nicht durch das Digitale verdrängt werden. Im Interview berichtet Professor Lembke vor allem auch aus seinen eigenen Erfahrungen heraus und wie er die Balance für ein Leben mit und nicht gegen digitale Technik gefunden hat.
Lembke: Reflexion und bewusst eingeschränkte Nutzung
Der Ansatz von Gerald Lembke hat seinen Ausgangspunkt in der Reflexion nach 5 Jahren digitalem Konsum, der bei ihm aus dem Gleichgewicht geraten war. Lembke gehörte zu den Menschen, die seit dem ersten Smartphone von dieser Technologie begeistert waren und sich damit intensiv beschäftigten, sie in ihren Alltag fest integrierten: „…vor neun Jahren gab es ein göttliches Ereignis für mich: Das erste iPhone kam auf den Markt. Damit konnte man plötzlich alles mobil erledigen. Das hat mich dann so fasziniert, dass ich von dem Gerät nicht mehr weg kam. Fünf Jahre später merkte ich dann, dass ich mich inzwischen mehr mit digitalen als mit realen Themen beschäftigte. An diesem Punkt begann ich zu reflektieren und realisierte, dass ich immer weniger physische Kontakte hatte und immer mehr in diese digitale Virtualität abdriftete. Damit ging es mir nicht gut – auch körperlich nicht.“ Mit der auch von ihm körperlich spürbar gewordenen Unausgewogenheit begann für Lembke der Wandel hin zu einem reflektierten und bewussten Verhalten. („Smombies“ on Tour: Wege aus dem digitalen Hamsterrad)
So berichtet er von dem positiven Effekt, mit fremden Menschen realen Umgang üben zu müssen. „Das spannende an diesem dreieinhalbtägigen Seminar war, dass wir unsere Smartphones und Computer zu Beginn abgeben mussten. Es war also ein Wochenende komplett ohne digitale Geräte – was ich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr kannte…und nun war ich mit Menschen zusammen, die ich mir nicht aussuchen konnte und mit denen ich zusammen verschiedene Übungen, Küchenarbeit und Gartenarbeit machen musste. Das war für mich eine besondere Herausforderung. So habe ich überhaupt wieder gelernt real zu kommunizieren und auf andere zuzugehen – alles was in der Virtualität eben nicht notwendig ist.“
Das richtige Maß
Lembke steht für eine ergänzende Beziehung vom Menschen zum Smartphone, von uns zu unseren virtuellen Welten. Damit nimmt der Medienwissenschaftler eine gemäßigte Position ein. Ein gesunder Umgang mit diesen Technologien besteht somit darin, sie als Erweiterung des täglichen Lebens zu nutzen. Allerdings sollte man sich im selben Maß der Probleme bewusst sein. Obszessiver Gerbauch kann leicht in einer Form von Sucht münden. Es ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder und Jugendliche von Anfang an einen gesunden und gewinnbringenden Zugang zum digitalen Raum aufzuzeigen.
Im Vergleich zu anderen Technologien des Alltags, vor allem zum Auto, haben sich gerade Smartphones unglaublich schnell etabliert. In kürzester Zeit sind die so normal geworden, dass sie für die meisten Menschen vermutlich wirklich nicht mehr wegzudenken sind. Neben ihrem Materialwert, also dem Preis für ein neues Smartphone, haben sie einen nicht bezifferbaren emotionalen, psychologischen und sozialen Wert. Wertvoll genug, dass man sich gegen den Defekt, Verlust oder Diebstahl seines Smartphones versichern lassen kann. (Handyversicherung Test)
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„Digitale Demenz“ oder große Bereicherung?
In der Debatte um unseren Umgang mit Smartphones, mit dem Internet und mit der digitalen Parallelwelt überhaupt kann man zwei weitere Positionen ausmachen. Auf der einen Seite gibt es die Warnungen und zum Teil drastischen Hinweise wie die eines Manfred Spitzers, der das Buch „Digitale Demenz“ schrieb. Wir und unsere Kinder würden die Konsequenzen unserer immer weiter zunehmenden Digitalabhängigkeit in Form von körperlichen und geistigen Schäden zu spüren bekommen – wenn nicht eine Abkehr vollzogen werden würde.
Am anderen Ende dagegen findet sich die Idee des Smartphones als Erweiterung unseres Körpers und unseres Denkens. Vor allem kommunikative Funktionen in einem Gerät vereint, sind die kleinen „Supercomputer“ im Taschenformat Teil von uns geworden. Smartphones sind demnach mehr als bloße Technik, also mehr als nur viele Werkzeuge in einem Apparat. Sondern sie sind eine Prothese, ohne die wir nicht mehr so leben können, wie wir es mittlerweile gewohnt sind. Teilweise sind neue Strukturen ohne die digitale Vernetzung schlicht nicht aufrecht zu erhalten.
Smartphones als Sozial-Prothese
Ein anderer Autor, Bert te Wildt („Digital Junkies“) schreibt passend dazu: „Das Smartphone ist somit nicht nur ein Gestalt gewordener Selbstreflex, sondern auch eine individuelle Kumulation des Anderen in unserem Leben. Es ist das digitale Beziehungsobjekt schlechthin und somit Ausdruck unserer zwischenmenschlichen Bedürfnisse. Und es weiß damit bald besser als wir selbst oder eine einzelne Bezugsperson, wie wir ticken, wen oder was wir brauchen.“ (Psychoprothese Smartphone) Und in der Tat: Smartphones sind mehr noch als andere Geräte zur Sozial- oder eben Psychoprothese geworden.
Und als solche vergrößern sie den Raum für persönliche wie gänzlich unpersönliche Interaktionen. Umgekehrt verkürzen sie die übrig gebliebenen Entfernungen noch ein Stück mehr. Gewinn und Gefahr sind im Smartphone als teilweise wertvollster Besitz in den Händen vieler Menschen vereint. Dazu noch einmal te Wildt: „Dieses neuartige technologische Beziehungsorgan, das wir Smartphone nennen, ich will es nicht aus der Hand geben, schon gar nicht in die Hände von Politik und Wirtschaft.“

Die Verlockungen des einarmigen Banditen
Sich vollständig in etwas zu verlieren, muss nicht immer Zeichen von leidenschaftlicher Hingabe zu einer Sache sein. Wenn es in die falsche Richtung läuft, entwickelt sich daraus ein Suchtverhalten. Ein Leben ohne es – hier: das Smartphone und seine vielfache Vernetzung – ist für den Süchtigen deshalb nicht denkbar, weil einem dort etwas gegeben wird, das ein starkes Bedürfnis befriedigt. Gerade dann, wenn es dieses Bedürfnis erst kreiert und dann weiter fördert. In kleinen Stücken aus dem Gerät heraus mit Erfolgsmeldungen (Likes, Shares, Retweets etc.) gefüttert zu werden, macht den Output für den Süchtigen unvorhersagbar und damit zu einem Glücksspiel, das ständig mit der nächsten Belohnung überraschen kann.
Wer sich dagegen der Nützlichkeit und der Chance für Zeitverschwendung gleichermaßen bewusst ist, kann das Handy beruhigt liegen lassen. Der scheinbar endlose Strom von Updates, News und Nachrichten ist mit etwas Abstand betrachtet dann doch jeden Tag der gleiche. So wie ein Fluss auch am nächsten Tag noch fließt und aber neues Wasser durch die Gegend spült. Auch die digitale Welt dreht sich weiter, wenn man ihr kurz oder lang den Rücken kehrt.
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Meistens sind es Frauen, die werdende Eltern vor und während der Geburt ihres Kindes unterstützen. Den Hebammen machen seit länger Zeit schon auch die Kosten einer Berufshaftpflichtversicherung zu schaffen.
Steigender Druck für Geburtshelfer in ganz Deutschland
Von gleich drei Seiten nimmt die Belastung für den Berufsstand der Geburtshelfer zu. Die Zahl der Kliniken mit eigenen Hebammenstationen geht jährlich zurück. Die Versorgung wird dadurch ausgedünnt. Neben dem Abbau von Arbeitsplätzen verschlechtert sich auch die Bezahlung. Die Vergütungen für festangestellte und freiberufliche Hebammen halten nicht Schritt mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Den Betroffenen bleibt somit weniger Geld für notwendige Ausgaben übrig. Zu den unvermeidbaren Kostenpunkten zählt die Berufshaftpflicht für Hebammen (Berufshaftpflichtversicherung Test).
Die Beiträge zur beruflichen Haftpflichtversicherung für diese Berufsgruppe sind in den vergangenen Jahren immer wieder angehoben worden. Mittlerweile liegen die Kosten bei 6.843 Euro im Jahr (Quelle).
Verhandlungen zwischen GKV und Deutschen Hebammenverband ergebnislos
Die lang anhaltenden Verhandlungen um Verbesserungen für die Situation von Hebammen in Deutschland sind bislang ohne Ergebnis geblieben. Für Mai 2017 wird dazu die Entscheidung der Schiedsstelle erwartet. Der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Hebammenverband (DHV) konnten sich nicht auf eine gemeinsame Position verständigen, weswegen nun ein Kompromiss gefunden werden soll.
Der GKV-Spitzenverband vertritt die Position, dass die von ihm vorgeschlagenen Veränderungen zu einer Steigerung der Hebammen-Honorare führen werden. Die Rede ist von einer Erhöhung das Stundenlohns um rund 21,18 Euro (tagsüber) für Geburten. Von 271,94 Euro für eine achtstündige Geburtenbegleitung würde das Honorar auf 331,00 Euro für eine sechsstündige Geburt angehoben. Bei der exklusiven Betreuung durch eine Beleghebamme soll das Honorar um 93,26 auf 367,20 Euro am Tag steigen. Zudem sollen freiberufliche Hebammen in Zukunft maximal zwei Frauen parallel betreuen. (Meldung des GKV-Spitzenverbands vom 10.03.2017)
Widerspruch? Hebammenverband befürchtet Verschlechterungen
Dem gegenüber sieht der Deutsche Hebammenverband die Situation konträr zu den Aussagen des GKV-Spitzenverbands. Es entsteht ein augenscheinlicher Widerspruch. Die Kassen sprechen von Verbesserungen, die Hebammen dagegen von Verschlechterungen (Krankenkassen wollen Hebammen-Belegsystem in Kliniken abschaffen). Und beides auf der Grundlage der vom GKV-Spitzenverband vorgelegten Vorschläge.
So heißt es in einer Stellungnahme von Präsidiumsmitglied Katharina Jeschke, die zugleich auch Verhandlungsführerin für den DHV ist: „Der Hebammenverband lehnt die geplanten Regelungen ab, da sie weitreichende negative Folgen auf die geburtshilfliche Versorgung haben werden: Sie schaffen das System der freiberuflichen Beleghebammen in der heute bestehenden Form ab, ohne dass eine tragfähige Alternative vorliegt.“ (Frauen haben Anspruch auf intensive Betreuung und eine flächendeckende Versorgung)
Nun kann man beim DHV nachfragen und darum bitten, dass einem dieser Widerspruch erklärt wird. Daraufhin kann man lernen, dass womögliche Behauptungen von steigenden Einnahmen für Hebammen so nicht stimmen können. Es gehe schließlich um mehr als nur die eigentliche Begleitung der Geburten. Hebammen würden darüber hinaus eine Vielzahl an Hilfen leisten. Dürften sie in Zukunft maximal nur zwei Leistungen parallel abrechnen, sinke der Verdienst erheblich. Eine auf durchschnittlich 2,3 Prozent gedeckelte Steigerung der Vergütung bedeute, dass Erhöhungen einer Leistungsart automatisch Kürzungen für eine andere zur Folge hätten.

Der Sicherstellungzuschlag
Erfüllt eine Hebamme gewisse Voraussetzungen, kann sie für vier Ausgleichszeiträume im Jahr einen Antrag auf Ausgleichszahlung stellen. Die Chance dafür besteht zweimal jährlich. Auf diesem Weg will der Gesetzgeber die Belastung durch die Kosten einer Berufshaftpflicht für Hebammen reduzieren.
Um einen solchen Antrag stellen zu können, muss die Hebamme im entsprechenden Zeitraum Leistungen der Geburtshilfe erbracht und abgerechnet haben.
Eine genaue Erläuterung mit Hinweisen auf die rechtlichen Bestimmungen und mit einigen Rechenbeispielen hält der GKV-Spitzenverband hier bereit.

Reicht der Sicherstellungzuschlag für die Berufshaftpflicht von Hebammen?
Freiberufliche Hebammen können die steigenden Beiträge zur Berufshaftpflicht ausgleichen. Dazu gibt es den Sicherstellungszuschlag. Seit 2010 besteht diese Möglichkeit. Dennoch reißt die Kette an Klagen über zu große finanzielle Belastungen bis heute nicht ab. Folgt man den Darstellungen der Hebammen und ihren Interessensvertretern, dann reicht die Ausgleichszahlung keineswegs aus. Die Anhebung durch die Versicherer scheint die dynamische Anpassung zu übersteigen. Seit Juli 2015 wird jährlich der Ausgleichsbetrag angehoben.
Der Blick auf die Entwicklung der Hebammengehälter zeigt, dass sie zuletzt im September 2015 um 5 Prozent angehoben worden sind. Davor wurde zuletzt im Januar 2013 die Vergütung um 13 Prozent erhöht. Die Prozentzahlen wirken übermäßig hoch, wenn man sie direkt mit Lohnsteigerungen in der Industrie oder in anderen Dienstleistungssektoren betrachtet. Jedoch ist immer darauf zu achten, für welchen Zeitraum eine Anhebung gelten soll. So mag eine Anhebung um 13 oder gar 5 Prozent enorm wirken, aber sie deckt viel mehr als nur den Zeitraum eines Jahres ab. Dagegen steigen die Kosten einer Berufshaftpflicht, die freiberufliche Hebammen selbst tragen müssen, jährlich.
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Kosten für Hebammen wirken existenzbedrohend
Dass freiberuflich tätige Hebammen berufshaftpflichtversichert sein müssen, ist gesetzlich vorgeschrieben. Der Zwang zur Versicherung bedeutet auch einen Zwang, entsprechende Beiträge jedes Jahr zahlen zu müssen. Einen Ausweg bietet höchstens der Vergleich verschiedener Anbieter von Berufshaftpflichtversicherungen. Allerdings ist die Zahl der Anbieter insgesamt überschaubar.
Hinzu kommt der Umstand, dass immer mehr Arbeitsplätze für Hebammen verloren gehen. Die Zahl der Entbindungsstationen geht stark zurück. Mittlerweile verfügt statistisch nur noch eine von drei Kliniken über eine entsprechende Abteilung. Mitunter ist zu lesen, dass solche Stationen nur mit 1.000 Geburten oder mehr wirtschaftlich betrieben werden können.

Teufelskreis: Weniger Abteilungen, weniger Fachkräfte für Abteilungen
Es scheint eine nicht aufzuhaltende Entwicklung zu sein, die sich in Deutschland abspielt. Einerseits schließen Kliniken ihre Entbindungsstationen und Abteilungen für Geburtenhilfe, weil sie nach eigenen Angaben keine Fachkräfte mehr finden können. Andererseits aber beklagen sich eben jene Fachkräfte, die Hebammen, über verschwindende Arbeitsplätze und miserable Arbeitsbedingungen. Ein Teufelskreis, wie es scheint.
Oder ein Wettlauf nach unten (engl.: race to the bottom). Die Vermutung liegt nahe, dass eine der Ursachen in der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung von mehr und mehr Kliniken zu finden ist. Für teure Fachkräfte ist kein Geld da bzw. will man kein Geld ausgeben. Und für zu geringe Bezahlung und bei ständiger Überlastung sind immer weniger Hebammen bereit, in einer Klinik zu arbeiten.

Beleghebammen: Weniger Kosten für Klinikbetriebe
Ein Klinikbetrieb kann sich die hohen Kosten für die Pflichtversicherung seiner angestellten Hebammen sparen, wenn stattdessen auf freiberufliche Beleghebammen zurückgegriffen wird.

Wirtschaftsunternehmung Klinik
Und tatsächlich führt die Privatisierung von Kliniken, also Einrichtungen der medizinischen Versorgung der Bevölkerung, zur Ökonomisierung der gesamten Organisation. Als wirtschaftliches Unternehmen, häufig genug in der Form einer Aktiengesellschaft, ist auch eine Klinik der Erwirtschaftung von Überschüssen verpflichtet. Befürworter versprechen sind eine schlankere Verwaltung und effizientere Leistungserbringung. Gegner sehen die Qualität der Arbeit am und mit dem Menschen resp. Patienten zum Wohle der Eigentümer gefährdet.
Will man philosophisch werden, kann man bis zu Aristoteles zurückgehen. Der im 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wirkende Denker kritisierte die Tendenz, aus jeder Sache einen Geldgewinn holen zu wollen, scharf. Medizin sei zum Heilen da und nicht zum Geldverdienen (Stichwort: Krematistik). Heute wurden die Weichen von der Politik dafür gestellt, dass auch Kliniken wie ein Wirtschaftsbetrieb geführt und strukturiert werden können. Wie immer man sich dazu verhält: Die Konsequenzen sind eine Ökonomisierung des Klinikbetriebs. Das bekommen somit nicht nur die Patienten und die Ärzte zu spüren, sondern auch die Hebammen.
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Erstes Rechtsschutz-Rating von Franke und Bornberg

Die Ratingagentur aus Hannover legt zum ersten Mal überhaupt eine Bewertung von Anbietern privater Rechtsschutzversicherungen vor. Die Analysten untersuchten die Leistungen von 141 Tarifen auf ihren Nutzen für die Versicherten. Damit erweitert das etablierte Analysehaus seinen bereits umfangreichen Katalog um eine wichtige Kategorie. Insgesamt hält Franke und Bornberg nun Ratings zu 15 Versicherungstypen bereit. Im Portfolio finden sich ab sofort Ratings für sechs Sachversicherungen.
Zahlreiche Anbieter mit starken Leistungen für Singles und Familien
Genau genommen präsentiert Franke und Bornberg gleich zwei Ratings auf einmal. Denn die Versicherer wurden mit ihren Tarifen auf zwei Zielgruppen hin untersucht: Singles und Familien. Von 69 Kompletttarifen für Singles konnten knapp 30 Prozent mit der Höchstnote „FFF“ versehen werden. Ähnlich fällt die Bewertung von Familien-Kompletttarifen aus. Hier wurden 30,56 Prozent mit dieser Wertung bedacht.
Zu den Versicherern, die für beide Kundengruppen die besten Tarife anbieten, gehören die ARAG, Advocard, die Allianz oder auch die VHV. (Die besten Rechtsschutzversicherungen für Verbraucher – Franke und Bornberg bewertet erstmals Rechtsschutztarife)
Für das Rating “FFF” als Prädikat “hervorragend” kamen nur die Tarife infrage, welche zusätzlich zum weltweit bestehenden Versicherungsschutz in praktisch allen Leistungskategorien einen gerichtlichen und außergerichtlichen Schutz bieten. Dass mehr als ein Viertel der analysierten Tarife so gut abschneidet, zeugt von einem hohen Leistungsniveau auf dem Markt. Mit der Zeit hat sich also insgesamt eine bessere Qualität als Standard durchgesetzt. Die Verbraucher profitieren vom neuen Normalzustand und können bestimmte Erwartungen an die Versicherer stellen. (Rechtsschutzversicherung Test)

Nicht nach Schema F
Wann immer es sich anbietet, unterscheidet Franke und Bornberg sein Gesamtrating nach für die Versicherten relevanten Teilbereichen. Auf diesem Weg werden nicht Äpfel mit Birnen verglichen. Denn das Ziel der Agentur ist es, eine sachgerechte Analyse präsentieren zu können. Daher werden auch die Rechtsschutzversicherung in Single- und Familientarife aufgeteilt, wie es die Versicherer üblicherweise tun.
In die Untersuchung aufgenommen wurden nur die Tarife, die alle Bausteine einer Rechtsschutzversicherung beinhalten. Dazu gehört neben der normalen Privatrechtsschutzversicherung der Verkehrsrechtsschutz (Kfz-Versicherung Test), der Immobilienrechtsschutz für Mieter und Eigentümer (Baufinanzierung Test) und der Berufsrechtsschutz für Arbeitnehmer (Berufsunfähigkeitsversicherung Test).
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Den passenden Anbieter finden, bevor etwas passiert
Für das Jahr 2015 verzeichnete der Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 48 seiner Mitgliedsunternehmen als Anbieter von Rechtsschutzversicherungen. Die meisten Verbraucher kümmern sich oft zum falschen Zeitpunkt um eine Rechtsschutzversicherung. Nämlich dann, wenn bereits ein Streitfall vorliegt oder absehbar bevorsteht. Aufgrund der für viele Szenarien üblichen Wartezeit von drei Monaten müssen Berater und Makler den Nachfragenden oft diese schlechte Nachricht überbringen. Am einfachsten ist es, wenn sich gekümmert wird, solange noch alles in Ordnung ist.
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Feuerwerk zu Silvester soll bunt und laut sein. Großveranstalter inszenieren traditionell ausgefeilte Spektakel. Chaotischer läuft es ab, wenn privat gekracht wird. Weil die wenigsten Menschen ausgebildete Pyrotechniker sind, ist jedes Jahr aufs Neue das Potential für Unfälle groß. Für die Schäden muss irgendjemand aufkommen. Eine Reihe von Versicherungen schützt vor den finanziellen Folgen einer verunglückten Silvesternacht.
Knallfreude

So sicher wie der Jahreswechsel selbst sind auch die alljährlichen Warnungen vor den Gefahren. Feuerwerkskörper sind immer eine Medaille mit zwei Seiten. Sie sollen dem Jahr einen feierlichen Abschluss bringen. Mit Funken, Farben, Rauch und Krach wird das Ende des alten und der Beginn des neuen Jahres zelebriert. Das jedenfalls ist der offizielle Anlass. Für die meisten Menschen ist es vielmehr der lang ersehnte Anlass, jede Menge Raketen, Böller und andere legale Sprengstoffe kaufen und zünden zu können.

Gut versichert ins neue Jahr
Menschen und Eigentum können während der Silvesterfeierlichkeiten im Freien und auch im Inneren zu Schaden kommen. Daraus ergeben sich im Nachhinein oft juristische Konsequenzen (Rechtsschutzversicherung Test).
Beschädigen explodierende Feuerwerkskörper ein Gebäude, sind die Kosten durch eine Wohngebäudeversicherung (Gebäudeversicherung Test) abgedeckt. Zündet ein Böller in der Wohnung oder stürzt eine Rakete auf dem Balkon ab, springt die Hausratversicherung ein. Das gilt auch für Folgeschäden eines Feuerwehreinsatzes. Wer mit seinem Feuerwerksarsenal unbeabsichtigt andere verletzt oder bei einer Feier als Gast etwas kaputt macht, dessen Haftpflichtversicherung (Haftpflichtversicherung Test) ist für die Regelung des Schadens zuständig. Für die zahlreichen Autos, die während der Silvesternacht ungeschützt geparkt stehen, braucht es zumindest eine Teilkaskoversicherung, sollte es zu einem Brand oder Explosionsschaden kommen. Wer sich selbst, trotz Vorsichtsmaßnahmen, verletzt, der kann dauerhafte Schäden bei seiner privaten Unfallversicherung geltend machen. (Diese 5 Versicherungen leisten bei Silvester-Schäden)
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Same Procedure as every Year
Die omnipräsenten Sicherheitshinweise sind Teil der Tradition. Die Medien erhalten ihre aktuellen Informationen zum Beispiel im Rahmen einer Einladung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Mitte Dezember fand die diesjährige Pressekonferenz „Sicheres Silvester“ des BAM statt. Es wurden verschiedene Arten von im Handel erhältlichen Artikeln demonstriert und die Experten standen Rede und Antwort.
Wer sich fürs private Abfeuern entscheidet, der kann an jeder Tankstelle und in jedem Supermarkt eine Auswahl an Zündstoff finden. Oder man wirft einen Blick in den Katalog der Neuheiten für Silvester des Verbands der pyrotechnischen Industrie (VPI). Es ist beeindruckend, wie viele Produkte allein dort gelistet sind. Wie jede Industrie ist auch die pyrotechnische darum bemüht, den Verbraucher jedes Jahr aufs Neue zu begeistern und bietet eine reiche Auswahl an Produkten. Es liegt in der Natur der Sache, dass man mit Nachhaltigkeit hier an der falschen Adresse ist. Wenn man schon Geld in Rauch aufgehen lassen will, ist Feuerwerk sicherlich nicht die schlechteste Option.

 
 
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